Verein Öcher Platt feiert Jubiläum: Vorstand wiedergewählt

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
14252160.jpg
Alter und neuer „Presendent“ des Vereins Öcher Platt: Manfred Birmans wurde jetzt wiedergewählt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. In diesem Jahr feiert der Verein Öcher Platt sein 110-jähriges Bestehen im Sommer mit einem Empfang im Stauferkeller festlich begangen werden. Bereits bei der Jahreshauptversammlung herrschte nun beste Stimmung. Nicht unwesentlich trugen dazu eben „os Modderesproech“ und ihre zahlreich im Saal anwesenden talentierten Beherrscher bei.

815 Mitglieder zählt der Verein Öcher Platt aktuell. Anwesend waren 100 von ihnen, die sich mit ihren Plattkenntnissen und musikalischen Fähigkeiten als Programmkünstler engagierten. So eröffnete Ägid Lennartz mit Gesang und Keyboard spielend den Abend mit dem Öcher Lied „Ne Mensch met ´ne baschtig jrueße Pareplü“ und wurde dafür mit viel Applaus belohnt.

Im Mittelpunkt des Abends stand zunächst die Neu- beziehungsweise Wiederwahl des Vorstands. Ihm gehören an: Dr. Manfred Birmans (Presendent), Dr. Karl Allgaier (stellvertretender Presendent), Claire Müller (Schatzmeisterin), Ulrich Wollgarten (Schriftleiter), Dieter Landskron (Schriftführer), Hein Schnitzler (neuer Techniker), Richard Wollgarten (Ehrenpräsident) sowie als Beisitzer bzw. Beisitzerinnen: Meinolf Bauschulte, Hubert Crott, Hans Vossen, Otto Hellemann, Christel Leuchtenberg, Gert Leuchtenberg, Angelika Pauels und Gottfried Tillmann. Zu neuen Kassenprüfern wurden Barbara Reul-Wessel und Heinrich Farber gewählt. Aus dem Vorstand schied als Einzige die bisherige Beisitzerin Therese Hellemann aus. Die über 90-Jährige ist Ehrenmitglied des Vereins und löste einmal mehr mit dem freien Rezitieren eines längeren Öcher-Platt-Rümselchens Bewunderung aus.

Vielseitige Aktivitäten

21 Frönnde van os Modderesproech gehören dem Verein seit 25 Jahren an und vier sogar seit 50 Jahren. Soweit sie anwesend waren, wurden sie mit Ehrennadeln ausgezeichnet. Zu ihnen gehörten auch Edith Görres-Schönbrod und Dieter Landskron, die beide ein halbes Jahrhundert dem Verein die Treue gehalten haben. „Vür sönd ene Verein met vööl gewahße Lü“, brachte es Birmans auf einen kurzen Nenner.

Aus dem vom „Presendenten“ Birmans vorgetragenen Rechenschaftsbericht gingen die vielseitigen Aktivitäten des Vereins Öcher Platt hervor. Da gibt es die jährlichen Großveranstaltungen „Morjensschöbbche“ im April und den „Prentekaffie“ tösche Zent Meäte än Dreij Könnege. Hinzu kommen die monatlichen Kellervorträge ebenso wie ein kleiner Opernabend. Im Reformationsjahr 2017 spricht am 16. März Pfarrer Armin Drack zum Thema „Luther – Reformation – Aachen. Die religiösen und politischen Umwälzungen in der freien Reichsstadt“. Ebenso soll die neue Veranstaltungsreihe: „Konzeäte ejjene Keller“ fortgesetzt werden.

Zum Abschluss des Abends wurde sich mit Leddchere än Rümselcher noch ausgiebig „auf Öcher Aat Pläsier jemaht“. Ägid Lennartz besang das „kleng Küddelche vom Fischpüddelche und dem Türe-Lüre-Lisje“, Willi Schell stimmte ein „Hoch die Gläser“ mit Chiantiwein an und bekannte „Mit 66 Jahren da fängt das Leben an“, was Richard Wollgarten ihm bestätigte: „Unser Öcher Ego ist zeitlos. Wir bleiben jung!“. Claire Müller, wie auch Resi Hellemann, Christel Leuchtenberg und Irmgard Ferber rezitierten Rümselcher der Altmeister des Öcher Platts. Ausführlich und witzig beschrieb Uli Wollgarten eine bislang in der Öcher-Platt-Literatur noch nicht berücksichtigte Speise: „Et Ej!“

 

 

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert