Aachen - Verein „Familiäre Tagesbetreuung” erhält erstes LVR-Gütesiegel

Verein „Familiäre Tagesbetreuung” erhält erstes LVR-Gütesiegel

Von: Lucy Breucha
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Ausgezeichnete Tagespflege: LVR-Jugenddezernent Reihard Elzer (von links) besucht Tagesmutter Nicole Angerer-Meyer, Ursula Baum-Kurzmann und Bettina Konrath (beide Verein Familiäre Tagesbetreuung). Im Hintergrund: Petra Hahn und Ria Klever vom Landesjugendamt. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Der Verein „Familiäre Tagesbetreuung” wurde nun mit dem rheinlandweit ersten Gütesiegel Kindertagespflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) ausgezeichnet. LVR-Jugenddezernent Reinhard Elzer übergab das Siegel an die Leiterin des Vereins, Bettina Konrath.

Das LVR-Jugendamt verleiht das Gütesiegel an Bildungsträger, die Qualifizierungsmaßnahmen nach dem Lehrplan des Deutschen Jugend Instituts (DJI) für Kindertagespflegepersonen anbieten. Mit dem Siegel solle ein Anreiz für andere Einrichtungen geschaffen werden, sich ebenfalls für die fachliche Qualität ihrer Mitarbeiter einzusetzen, erklärte Elzer.

Der „Familiäre Tagesbetreuung e.V.”, eine Fachberatungs- und Vermittlungsstelle für Kindertagespflege, organisiert seit 1994 Mitarbeiter-Qualifikationen. Die Fortbildungen umfassen 160 Stunden. Dabei wird nicht nur auf rechtliche Fragen und den Umgang mit schwierigen Erziehungssituationen eingegangen. Die Verknüpfung von Erziehungstheorie und -praxis steht klar im Vordergrund. „Ohne Qualifizierung geht es nicht”, betonte Konrath. Ein fremdes Kind zu betreuen, sei eine andere Herausforderungen als die Erziehung eigener Kinder.

Dem „Familiäre Tagespflege e.V.” gehören momentan 120 Tagespflegepersonen an, davon sind 46 bereits qualifiziert. Eine von ihnen ist Nicole Angerer-Meyer. Seit Oktober 2008 ist die gelernte Erzieherin als Tagesmutter tätig. Sie betreut insgesamt sieben Kinder unter drei Jahren. Davon befinden sich fünf pro Tag in ihrer Obhut. Wie viele Stunden sie für die Kinder zur Verfügung steht, hängt von den Arbeitszeiten der Eltern ab. „Ich richte mich sehr nach deren Bedarf”, erklärt Angerer-Meyer. Aber wie managed man fünf kleine Kinder? Ganz einfach: „Es ist Leidenschaft!”

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