Aachen - Verdächtige Fracht entpuppt sich als Paket mit geweihtem Wasser

Verdächtige Fracht entpuppt sich als Paket mit geweihtem Wasser

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
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02. Juni 2016 Zwei verdächtige Pakete in Aachen an der Schurzelterstraße sorgten für einen Einsatz der Bombenräuber © dmp, ,
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02. Juni 2016 Zwei verdächtige Pakete in Aachen an der Schurzelterstraße sorgten für einen Einsatz der Bombenräuber © dmp, ,
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02. Juni 2016 Zwei verdächtige Pakete in Aachen an der Schurzelterstraße sorgten für einen Einsatz der Bombenräuber © dmp, ,
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02. Juni 2016 Zwei verdächtige Pakete in Aachen an der Schurzelterstraße sorgten für einen Einsatz der Bombenräuber © dmp, ,

Aachen. Warum wollen drei junge Männer, die offenbar eigens aus Belgien angereist sind, vom deutschen Grenzland aus ein Paket mit drei prall gefüllten Plastikflaschen aufgeben, um es nach Südfrankreich zu schicken? Die Frage hat am Donnertag in Aachen etliche Polizeibeamte stundenlang beschäftigt. Sollten die Herren etwa Böses im Schilde geführt haben?

Die harmlose, gleichwohl überraschende Antwort folgte am frühen Nachmittag: Ganz offensichtlich war das Gegenteil der Fall. Die Verdächtigen entpuppten sich flott als durchaus religiös motiviert – und zwar im besten Sinne.

Frühzeitig hatte das Trio ein Geschäft für Schreibbedarf im Stadtteil Laurensberg angesteuert, in dem sich auch eine Postfiliale befindet. Als pünktlich um 9 Uhr geöffnet wurde, warteten die Drei bereits in einem Wagen mit belgischem Kennzeichen. Zwei von ihnen baten die Dame am Tresen, die ominöse Fracht per Express Richtung Südfrankreich zu versenden, beschrifteten das Päckchen pflichtgemäß – und verschwanden.

„Die Männer machten einen nervösen und fahrigen Eindruck“, berichtete der Geschäftsinhaber kurz darauf. Er bugsierte das brisante Paket flugs auf den firmeneigenen Parkplatz zurück und rief die Polizei. Die sperrte den Bereich vor der Ladentür großräumig ab und evakuierte den Ort des Geschehens. Ein Sprengstoffexperte durchleuchtete das mutmaßliche Corpus Delicti.

Ergebnis: In der Tat handelte es sich um ganz normales Wasser – fast jedenfalls. „Wir haben Kontakt mit dem Absender aufgenommen“, erklärte Polizeisprecher Paul Kemen wenig später. „Er hat uns glaubwürdig versichert, dass es sich um geweihtes Wasser handelt, das er seinem kranken Bruder nach Südfrankreich schicken wollte.“

Die Sendung konnte mit leichter Verspätung auf den Weg gebracht werden. Kemen: „Unser Kollege konnte zwar nicht bestätigen, dass das Wasser geweiht ist. Aber zumindest konnte er verbindlich ausschließen, dass von ihm eine Gefahr ausgeht.“

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