Verbraucherzentrale stellt Thermografie-Aktion für Wohnhäuser vor

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
6915431.jpg
Thermografie-Aktion im Foyer des Bürgerservices im Verwaltungsgebäude Katschhof: Die Verbraucherzentrale macht mit einer Wärmebildkamera klar, wo Energie verloren geht. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein kurzer Blick genügt, und für Maria Feldhaus ist die Sache klar. Die Architektin bei der Verbraucherzentrale Aachen sieht sofort, wo die „unsicheren und nicht gut isolierten“ Stellen sind.

Auch wenn sie normalerweise über die Dichte und den Energieverbrauch bei Wohnhäusern Auskunft gibt, erklärt sie im Rahmen einer Informationsveranstaltung, wie es denn um die eigene Körperwärme steht.

Unter dem Motto „So haben Sie sich und ihr Haus noch nie gesehen“ bietet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Foyer des Verwaltungsgebäude Katschhof eine Fotoaktion der besonderen Art an. Mit einer Wärmebildkamera werden Bilder aufgenommen, die deutlich machen, wo man gut „geheizt“ ist und wo am Körper viel Wärme verloren geht. Von rot über grün bis blau leuchtenden Köpfen ist alles dabei. Aber was auf dem Bild für Schmunzeln bei den Besuchern sorgt, ist in Gebäuden eine ernste Sache. „Wir führen die Veranstaltung, die sich an Vermieter richtet, bereits zum zehnten Mal durch. Die Thermografie sieht das, was wir mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmen können. Dabei sind in Aachen 85 bis 90 Prozent aller Häuser verbesserungswürdig“, schätzt Feldhaus. Diese hohe Zahl erkläre sich vor allem dadurch, dass es sich hier überwiegend um Altbausubstanzen handele – „vor 1995 gebaut“.

Entscheidet man sich für Energieberatung und Thermografie, werden zuerst Daten des Bauwerks aufgenommen, bevor eine Besichtigung stattfindet. Dafür muss es allerdings dunkel sein, die Räume müssen auf 20 Grad Celsius aufgeheizt sein – draußen ohne Schnee oder Regen. „Dass wir die Kunden am späten Abend besuchen, hängt auch damit zusammen, dass keine Sonneneinstrahlung vorhanden sein darf“, ergänzt Feldhaus.

Nachdem einige Bilder aufgenommen wurden, wird ein Beratungstermin vereinbart. Mögliche Maßnahmen reichen dann von einfacher Fensternachdichtung über Dämmung der Fassade bis hin zu einer kompletten Dachdämmung – je nach Bedarf. Auch wenn größere Maßnahmen nicht ganz günstig sind: Lohnen kann sich die Investition. In günstigen Fällen könne durch moderne Isolierung bis zu ein Fünftel der Energiekosten eingespart werden, heißt es. Verbraucher zahlen für die von der öffentlichen Hand geförderte Beratung 190 Euro aus eigener Tasche. Nur für Interessenten aus dem gerade städtebaulich im Fokus stehenden Stadtteil Aachen-Nord ist die Sache gratis.

Infos und Anmeldung sind im Internet unter www.vz-nrw.de/thermoaktion und telefonisch unter 0180/111599 und 0241/404600 sowie bei der Energieberatungsstelle Aachen, Aachen-Münchener Platz 6, möglich.http://www.vz-nrw.de/thermoaktion

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert