Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Reduzierung der Heizkosten

Von: Svenja Pesch
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Die Thermo-Kamera bringt es an
Die Thermo-Kamera bringt es an den Tag: Aus vielen Häusern entweicht Wärme - zu Lasten der Umwelt und der Hausbesitzer. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist behagliche Wärme wichtig. Doch die kuscheligen Temperaturen bedeuten vor allem eins: hohe Heizkosten.

„An den steigenden Energiepreisen können wir nichts ändern, aber den Energieverbrauch können wir senken”, weiß Maria Feldhaus, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Aachen. Seit ungefähr zehn Jahren bietet die Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt und dem Infoservice Altbau-Plus eine Gebäude-Thermografie für überwiegend Privateigentümer an.

Das Komplettpaket für 185 Euro, das eine vor-Ort-Beratung sowie eine Thermografie mit der Infrarotkamera enthält, soll die Schwachstellen in den Gebäudehüllen aufspüren. Dabei stehe sowohl die Überprüfung der Wärmeverluste durch undichte Fenster, Türen und Heizkörpernischen im Vordergrund, als auch ein genauerer Blick auf den Energieverbrauch, betont Feldhaus.

Um aussagekräftige Aufnahmen machen zu können, muss eine Temperaturdifferenz von mindestens zehn und höchstens 20 Grad zwischen beheizten Räumen und der Außenluft vorherrschen. „Mit der Thermografie wird die reflektierende Oberflächentemperatur der Häuser aufgenommen, was aber nur zu bestimmten Zeiten geht”, erklärt Thermograf Ulrich Lindner. „Wir führen die Messungen in der Regel früh morgens durch, wenn noch keine Sonneneinstrahlung auf dem Haus ist. Die Terminvereinbarungen sind daher immer wetterbedingt und bei Schnee, Regen und Wind müssen sie auch mal verschoben werden.”

Nutzen auch für die Stadt

Die Stadt sieht in den gezielten Maßnahmen einen besonders großen Nutzen, wie Dr. Maria Vankann, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Aachen erzählt: „Es lassen sich nicht nur die Energieverluste reduzieren, die vorhandene Energie wird wesentlich effizienter genutzt. Rund acht bis zehn Prozent der Co2-Emissionen werden durch Heizen der Gebäude verursacht. Hinzu kommt, dass Aachen ohnehin einen hohen Sanierungsstau hat und jede Behebung von Schwachstellen somit eine Erleichterung darstellt.”

Der „Aha-Effekt”, wie Michael Stephan, Geschäftsführer von Altbau-Plus berichtet, tauche bei den Meisten erst auf, wenn sie auf der Kamera sehen, wo eigentlich überall Wärme verloren geht. Vor allem bei Häusern, die vor 1995 gebaut worden sind, würde sich eine Kontrolle besonders empfehlen. Auch wenn es von der Idee bis zur Umsetzung unter Umständen bis zu vier Jahre dauern kann, lohnt sich die Investition in eine effiziente Energieberatung allemal. Auskunft erhält man per Telefon 404600 oder 4138880, per Fax unter 403826 und per Mail unter aachen.energie@vz-nrw.de.
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