Verantwortung und Solidarität bewiesen

Von: Lars Odenkirchen
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Benefizabend für die Erdbebenopfer in Haiti: In kürzester Zeit hatten Schüler - im Bild der Oberstufenchor - und Lehrerkollegium ein beeindruckendes Programm auf die Beine gestellt. 6500 Euro kamen an diesem Abend zusammen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Scheinbar unberührte Sandstrände, ein tiefblaues Meer und ein wolkenloser Himmel - das sind Bilder von Haiti, wie man es noch aus Katalogen kennt. Seit der Naturkatastrophe vom 12. Januar sieht man jedoch ganz andere Bilder aus dem Inselstaat, die vor allem das große Leid der Menschen zeigen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Viktoriaschule war dies ein Grund, nicht tatenlos zuzusehen: Innerhalb kürzester Zeit organisierten sie gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern eine große „Benefiz-Show”, vor der man nur den Hut ziehen konnte.

„Gerade auch als Schule in evangelischer Trägerschaft ist es unsere Aufgabe, Werte wie Verantwortung und Solidarität zu vermitteln. Letzte Woche rief mich der Schulträger an und fragte, ob ich keine Schule wüsste, die etwas für Haiti tun könne”, erklärte Schulleiter Axel Schneider den vielen Zuschauern in der dicht gefüllten Aula.

Besonders freute sich Schneider darüber, dass all seine Kolleginnen und Kollegen trotz anstehender Projekte und Konferenzen die Idee unterstützten. Nicht anders war es bei der Schülerschaft: Vom Oberstufenchor bis hin zum schuleigenen Zirkus „Configurani” wirkten mehrere hundert Teilnehmer mit.

Das Programm geriet dabei zur Gratwanderung, wie auch Schuldirektor Schneider wusste: „Einerseits wollen wir Sie natürlich mit dem bunten Programm erfreuen, andererseits hat man aber diese Katastrophe immer im Hinterkopf.”

Abwechslungsreich

Abwechslungsreich und unterhaltsam war der Abend dennoch: Musikalisch traten etwa die Schulchöre und die Bigband in Erscheinung, ein Deutsch-Leistungskurs trug Gedichte und Texte vor und Schülerinnen der achten Klasse überraschten mit klassischen Gedichten wie „Der Knabe im Moor” oder „John Maynard”, die sie zu Rap-Stücken umgetextet hatten.

Informativ war zudem die Präsentation eines Erdkundekurses, der Haiti einmal genauer vorstellte. Den eigentlichen Zweck des Abends ließen dabei aber vor allem die beiden Oberstufenschüler Linda Pasch und Jonas Aehling nicht aus den Augen, die als Moderatoren gekonnt durch die Veranstaltung führten: „Vergessen Sie nicht, Sie sind eigentlich hier, um Geld auszugeben.”

Die Schülerschaft selbst hatte das bereits am Morgen getan: Bei einer Sammlung während der Pause kamen rund 300 Euro zusammen, dieselbe Summe steuerten noch einmal jeweils die Klassen 9a und 8b bei, die sogar ihre Klassenkassen auflösten.

Am Ende wurde das vorbildliche Engagement der Schüler großzügig belohnt: Rund 6500 Euro wurden gesammelt, die nun von der Kindernothilfe für Haiti eingesetzt werden können. Die Viktoriaschule freut sich über weitere Spenden an (Ktnr. 693693, Stichwort Viktoriaschule für Haiti, KD-Bank, BLZ 35060190).
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