Veranstaltungsreihe: Neue Formen der Bürgerbeteiligung

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Aachen. Auch im fünftem Jahr nach seiner Gründung schafft der Verein „Aachen-Fenster“ mit einem neuen Veranstaltungsprogramm im Sinne der Vereinsdevise „Raum für Bauen und Kultur“ in der Stadt. 2015/16 steht die Frage im Mittelpunkt, welche neuen Formen der Bürgermitwirkung es in der Stadtentwicklung gibt und wie sie in Aachen kreativ und konstruktiv genutzt werden könnten.

Nach Veranstaltungen wie „Campus im Vergleich“ oder „Aufmerksamkeitsräume in Aachen“, an denen über 2000 Bürger teilgenommen haben, will der Verein in der Diskussion über Stadtentwicklung und Baukultur in Aachen und der Städteregion neue Impulse geben.

Zum Auftakt hat der Verein Julian Petrin, Stadtplaner und Geschäftsführer von „urbanista“ aus Hamburg, eingeladen. Er berichtet am kommenden Mittwoch, 29. April, 19 Uhr, im Aachen-Fenster an der Buchkremerstraße von seinen Erfahrungen mit dem Realexperiment „Nexthamburg“ und erläutert die Perspektiven für die weitere Arbeit.

Keine Chance im Polit-Alltag

Das Team von „Nexthamburg“ hat sich 2009 aufgemacht, einen neuen Weg der Bürgerbeteiligung zu erproben: gemeinsam mit vielen Menschen werden Ideen, Wünsche und Visionen für die Stadt von morgen gesammelt und entwickelt, die im politischen Alltagsgeschäft keine Chance auf Gehör hätten. Diese sollen dann in einem nächsten Schritt in konkrete Projekte einfließen.

Stephan Eisel von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bonn wird einen fachlichen Kommentar zu den Zielen, Ergebnissen und Wirkungen von „Nexthamburg“ geben. Den Bezug zu Aachen wird Klaus Dosch von der Kathy-Beys Stiftung herstellen und dabei seine Erfahrungen mit der digitalen Plattform „unserAC.de“ erläutern.

Mit der Hoffnung „Nur der Bürgerentscheid kann das jetzt noch verhindern!“ machen bundesweit Bürgerinitiativen gegen von Stadträten mehrheitlich beschlossene Projekte mobil, betonen die Initiatoren der Veranstaltungsreihe. Dass Entscheidungen in der Stadtplanung und -entwicklung angezweifelt und rückgängig gemacht werden können, sei Aachens Politik und Verwaltung spätestens nach den Referenden zum „Bauhaus Europa“ und zur „Campusbahn“ vertraut.

Seitdem hänge „das Damoklesschwert des Bürgerbegehrens und -entscheides“ über jedem anstehenden Beschluss. „Aber hat diese neue Dimension der kommunalen Direktdemokratie erreicht, dass tatsächlich eine fundierte Erörterung der Stadtgestalt stattfindet und dauerhaft auf breiter Basis über das Stadtbild in Aachen diskutiert wird?“, fragt sich der Verein „Aachen-Fenster“.

Methoden der Streitkultur

Eine Vielzahl von kreativen Ansätzen würden andere Methoden konstruktiver Streitkultur zwischen Verwaltung, Politik, Fachleuten und Bürgergruppen bieten. Und deshalb komme man auch zu anderen Ergebnissen. Die Protagonisten und Projekte, die beispielhaft für Aachen sein könnten, will der Verein in seiner neuen Veranstaltungsreihe „Neue Formen der Bürgermitwirkung in der Stadtentwicklung“ vorstellen.

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