Aachen - Veranstaltungen zur Erinnerung an die Gründung des DGB in Aachen

Veranstaltungen zur Erinnerung an die Gründung des DGB in Aachen

Von: Christiane Chmel
Letzte Aktualisierung:
9632861.jpg
Stellen das Programm vor: Winfried Casteel (VHS Aachen, rechts) und Ralf Woelk (Geschäftsführer Deutscher Gewerkschaftsbund Aachen). Foto: Andreas Steindl

Aachen. 70 Jahre Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) – das bedeutet 70 Jahre Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven. Für Aachen ist dieses runde Jubiläum ein besonderer Grund zu feiern, denn in der Kaiserstadt entstand die erste freie Gewerkschaftsbewegung nach dem Krieg.

Am 18. März 1945 gründete eine kleine Gruppe von Arbeitern in dem bereits befreiten Aachen eine Gewerkschaftsorganisation, die Vorreiter für weitere Institutionen in Deutschland werden sollte. Sieben Jahrzehnte später laden der DGB Region NRW Süd-West in Kooperation mit der Volkshochschule Aachen (VHS) dazu ein, die neuen Herausforderungen an Gewerkschaften vor dem Hintergrund eines veränderten Kapitalismus zu betrachten.

Gleich zwei Veranstaltungen erinnern an die Ereignisse von 1945 und spannen gleichzeitig den Bogen zur Gewerkschaftsarbeit von heute: Am Dienstag, 17. März, werden Dr. Klaus Brülls, langjähriger Leiter des DGB-Bildungswerkes NRW und Winfried Casteel, stellvertretender Leiter der VHS Aachen in der VHS Aachen an der Peterstraße ab 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Aachen 1945: Gründung des „Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes““ halten.

Die Autoren des Buches „Schafft die Einheit“ werden von den Hoffnungen, alltäglichen Aufgaben und politischen Vorstellungen, die die Aachener Gewerkschaftsgründerinnen und -gründer antrieben, freie Gewerkschaften nach zwölf Jahren Nazidiktatur zu gründen, berichten.

„Besonders interessant ist, dass die „13 Aachener Punkte“ des Gewerkschaftsprogramms von 1945 nicht nur Themen aus dem Bereich des Arbeitsrechtes enthielten“, betonte Ralf Woelk, Geschäftsführer DGB Region NRW Süd-West anlässlich der Vorstellung des Jubiläumsprogramms. „Die Völkerverständigung und der Kampf gegen den preußischen Militarismus und den Faschismus waren zentrale Themen der Gründungsversammlung.“

Auf Grundlage seines neu erschienen Buches „Teilen, nicht Töten“ referiert Prof. Friedhelm Hengsbach am Mittwoch, 18. März, um 19.30 Uhr in der Aula Carolina an der Pontstraße. Die schonungslose Kritik an den Auswüchsen des neoliberalen Wirtschaftssystems und gewerkschaftliche Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts werden Schwerpunktthemen seines Vortrags sein.

Im Anschluss moderiert Joachim Zinsen, Redakteur des Zeitungsverlages ein Gespräch mit den DGB Bezirksvorsitzenden von NRW, Andreas Meyer-Lauber.

Um eine Anmeldung für die Vorträge am 17. und 18. März wird gebeten (jasmin.puetz@dgb.de). Eine kurzfristige Teilnahme ist nach Auskunft der Organisatoren dennoch möglich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert