Aachen - Veltmanplatz: Neuer Investor will nur noch 95 Wohnungen bauen

Veltmanplatz: Neuer Investor will nur noch 95 Wohnungen bauen

Von: Oliver Schmetz
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Baulücke hinter Heilig Kreuz: Am Veltmanplatz sollen nun nur noch halb so viele Wohnungen entstehen wie einst geplant. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Seit dem Abriss des alten Gebäudes des Wollforschungsinstituts an der Ecke Veltmanplatz/Kreuzherrenstraße vor rund 20 Monaten hat sich auf der Baustelle nichts mehr getan. Eigentlich sollten dort nach den ursprünglichen Ankündigungen in diesen Tagen 185 Wohnungen vornehmlich von Studenten und Hochschulangehörigen bezogen werden.

Doch noch immer klafft gleich hinter der Kirche Heilig Kreuz eine hässliche Baulücke. Das soll sich nun aber möglichst schnell ändern: Die Berliner CG-Gruppe hat am Dienstag mitgeteilt, dass sie das Wohnungsbauprojekt, das von der Aachener Landmarken AG initiiert worden war, übernommen hat und für rund 23 Millionen Euro realisieren will. Danach wolle man es „schlüsselfertig und vermietet“ an einen „namhaften institutionellen Investor aus dem Versicherungssektor“ weiterverkaufen. Der Vertrag darüber sei bereits beurkundet.

Bevor diese nächste Monopoly-Runde über die Bühne geht, benötigen die derzeitigen Besitzer allerdings noch den Segen der Politik. Denn statt von 185 ist nun nur noch von 95 Wohnungen die Rede, was auf größere Einheiten und mithin eher nicht auf Studentenbuden schließen lässt. Ergo muss der städtebauliche Vertrag, der für das Projekt mit der Stadt geschlossen ist, geändert werden. Und wenn es doch keine Studentenwohnungen gibt, müsste der neue Investor die in Aachen übliche Quote von mindestens 20 Prozent Sozialwohnungen erfüllen.

So sieht es jedenfalls die schwarz-rote Ratsmehrheit. „Wir werden keiner Änderung der Pläne zustimmen, wenn diesem Wunsch nicht Rechnung getragen wird“, sagt Norbert Plum, planungspolitischer Sprecher der SPD. Und auch CDU-Fraktionschef Harald Baal betont, dass geänderte Pläne auch Änderungen bei anderen Rahmenbedingungen, etwa dem geförderten Wohnungsbau, nach sich zögen. Das habe man Vertretern der CG-Gruppe kürzlich auch bei einem Gespräch mitgeteilt.

In Berlin reagiert man auf den Aachener Quotenwunsch noch nicht mit einer eindeutigen Zusage. Die Gespräche seien „im Fluss“, sagt Jürgen Kutz für die CG-Gruppe, „aber wir haben noch nicht zu Ende verhandelt“. Allerdings sieht er auch „kein Potenzial, das zu Problemen führen wird“ – im Gegenteil: „Ich bin überzeugt, dass wir eine Einigung finden.“

Das wäre auch gut, schließlich soll das neue Wohnprojekt im Herbst 2016 stehen. Und dafür müsste man dann schon spätestens im kommenden Frühjahr mit dem Bau beginnen.

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