Väterchen Frost trifft Kaiser Karl

Von: Ricarda Timm
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Aachen. Väterchen Frost, Karl der Große, ein fast echter Bär und gefährliche Räuber – in das Theater 99 kommt bald hoher Besuch. Zusammen mit den Holzpuppen-Stiefschwestern Mascha und Martha erzählen die prominenten Gäste in ihrem Wintermärchen eine Geschichte von Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Zauber und wahrer Liebe.

Die russische Regisseurin Tatjana Jurakowa hat mit ihrem Spielpartner Waldemar Faber ein Kinderstück eigens für diese kalte Zeit des Jahres geschrieben, das durch Märchen aus ihrer Heimat Russland inspiriert ist.

Dass die wichtigste russische Wintermärchenfigur nun sogar auf unseren Karl den Großen trifft, ist vor allem im Karlsjahr eine ganz besondere Art der Annäherung. „Kinder haben uns immer wieder nach einem Stück mit Väterchen Frost gefragt und so sind wir auf die Idee gekommen“, so Jurakowa.

Wie auch in vielen ihrer anderen Stücke, besetzen bei Jurakowa und Faber sogenannte Tischpuppen die Hauptrollen. Die eigens für das Stück gefertigten Holzpuppen entstehen nach und nach während des Schreibens in Jurakowas und Fabers Werkstatt. Das Bühnenbild wird hauptsächlich von Faber selbst entwickelt und gefertigt. Neben- und Erzählerrollen werden von Jurakowa und Faber übernommen, die mit den Puppen interagieren.

Tischpuppen sind größer als Marionetten und eignen sich durch das sogenannte offene Spiel, die Zuschauer mit in das Geschehen einzubeziehen. So werden sie von Puppen und Darstellern durch den russisch klingenden, verschneiten Märchenwald im mittelalterlichen Europa geführt. „Es ist eine schöne Geschichte für Kinder und ihre Eltern, ohne große Action“, erklärt Faber. „Aber es ist kein einfaches Kasperletheater und die Eltern kommen auch auf ihre Kosten.“ Nach der Aufführung wird es wie immer Gelegenheit geben, die Puppen aus der Nähe zu betrachten und mit den Darstellern zu sprechen.

Das Stück wird im Rahmen des Festivals „Dialog Ost-West“ aufgeführt, das noch bis zum 18. Januar in Aachen läuft. Neben „Katzenleben“, „Däumelinchen“ und „Das Feuerzeug“ ist es das vierte Stück dieser Art, das Faber und Jurakowa zusammen auf die Beine stellen. Wie es am Ende ausgeht und ob nicht doch die böse Seite siegt, wird noch nicht verraten. Die Uraufführung findet am Samstag, 22. November, 17 Uhr statt.

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