Vaals baut „Buden” für Aachens Studenten
Bald Heimat vieler Aachener Studenten? Vaals will kräftig Wohnungen bauen. Foto: Andreas Steindl
Doch die Chancen stehen gut, dass die siebziger Jahre zumindest in dieser Hinsicht in Vaals wieder lebendig werden. Denn bei der Suche nach Wohnraum für die erwarteten rund 9500 zusätzlichen Studenten, die unter anderem der doppelte Abiturjahrgang im nächsten Jahr den hiesigen Hochschulen bescheren wird, setzt die Stadt Aachen auch auf den kleinen Nachbarn hinter der Grenze.
Das besiegelt seit Mittwoch ein „Letter of Intent”, ein Kooperationsvertrag, den van Loo und seine Baudezernentin Juliette Verbeek sowie Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Baudezernentin Gisela Nacken im Aachener Rathaus unterzeichnet haben. Eine intensive Zusammenarbeit beim Wohnungsbau speziell für Studenten haben die beiden Kommunen darin vereinbart - und es sieht ganz so aus, als könnte der kleine Nachbar dazu einen ziemlich großen Beitrag leisten. Denn in Vaals sind aktuell gleich mehrere Projekte in Planung, die Aachens Studenten mehrere hundert „Buden” bescheren könnten.
So sind beispielsweise die Gespräche mit einem Investor aus Süddeutschland, der am Von-Clermont-Park 240 Appartments bauen will, weit gediehen. „Wir sind nur noch einen Faden entfernt von einem Abschluss”, sagt Bürgermeister van Loo. Gleich in der Nachbarschaft soll auch ein Bauprojekt zur vorübergehenden Beherbergung von Professoren und anderen Hochschulmitarbeitern entwickelt werden. An der Lindenstraat will die Gemeinde Vaals eine bereits bestehende Wohnbebauung so anpassen, dass dort Platz für 50 Studenten entsteht. Und nicht zuletzt sollen vorübergehend - vor allem bis das große Bauprojekt fertig ist - leerstehende Einfamilienhäuser und auch Einzelzimmer ausschließlich an Studenten vermietet werden.
„Studenten sind sehr willkommen in Vaals”, sagt van Loo, der zuletzt wieder eine steigende Wohnnachfrage aus Deutschland registriert hat - auch von jungen Familien. Und auch OB Marcel Philipp ist heilfroh über die grenzüberschreitende Kooperation: „Für Aachen ist es wichtig, Verbündete zu haben, wenn wir hier im nächsten Jahr bei den Studenten über die 50.000er-Marke springen”, sagt er. „Dann brauchen wir pragmatische Lösungen.”
Auch unter diesem Aspekt bietet sich Vaals im Übrigen an. Praktisch ist zum Beispiel, dass die niederländische Gemeinde näher am Campus gelegen ist als alle Kommunen der Städteregion, wie Philipp betont. Und praktisch ist auch, dass die Zusammenarbeit zwischen Vaals und Aachen offenbar bisher schon „angenehm, entspannt und harmonisch” ist, wie die Verantwortlichen sagen.
Gerade in Planungsfragen sei die Kooperation „supergut”, sagt Gisela Nacken und schießt eine kleine Spitze in Richtung Städteregion: „Das würde ich mir von vielen anderen Nachbarkommunen wünschen.” Denn Vaals und Aachen führen zum Beispiel gemeinsame Investorengespräche, binden sich gegenseitig frühzeitig in Planungen ein, arbeiten eng beim grenzüberschreitenden Verkehr zusammen.
Da gießt der „Letter of Intent” etwas in eine Form, was eigentlich schon besteht. Und die beiden Bürgermeister gießen in Worte, was die Nachbarn einander bedeuten. „Wenn man auf den Aachener Stadtplan guckt, ist Vaals ja eigentlich mittendrin”, sagt Philipp. Und van Loo entgegnet: „Süd-Limburg hat eine Chance, und die liegt nicht in Den Haag, sondern hier in dieser Region Aachen.”
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Das besiegelt seit Mittwoch ein „Letter of Intent”, ein Kooperationsvertrag, den van Loo und seine Baudezernentin Juliette Verbeek sowie Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Baudezernentin Gisela Nacken im Aachener Rathaus unterzeichnet haben. Eine intensive Zusammenarbeit beim Wohnungsbau speziell für Studenten haben die beiden Kommunen darin vereinbart - und es sieht ganz so aus, als könnte der kleine Nachbar dazu einen ziemlich großen Beitrag leisten. Denn in Vaals sind aktuell gleich mehrere Projekte in Planung, die Aachens Studenten mehrere hundert „Buden” bescheren könnten.
So sind beispielsweise die Gespräche mit einem Investor aus Süddeutschland, der am Von-Clermont-Park 240 Appartments bauen will, weit gediehen. „Wir sind nur noch einen Faden entfernt von einem Abschluss”, sagt Bürgermeister van Loo. Gleich in der Nachbarschaft soll auch ein Bauprojekt zur vorübergehenden Beherbergung von Professoren und anderen Hochschulmitarbeitern entwickelt werden. An der Lindenstraat will die Gemeinde Vaals eine bereits bestehende Wohnbebauung so anpassen, dass dort Platz für 50 Studenten entsteht. Und nicht zuletzt sollen vorübergehend - vor allem bis das große Bauprojekt fertig ist - leerstehende Einfamilienhäuser und auch Einzelzimmer ausschließlich an Studenten vermietet werden.
„Studenten sind sehr willkommen in Vaals”, sagt van Loo, der zuletzt wieder eine steigende Wohnnachfrage aus Deutschland registriert hat - auch von jungen Familien. Und auch OB Marcel Philipp ist heilfroh über die grenzüberschreitende Kooperation: „Für Aachen ist es wichtig, Verbündete zu haben, wenn wir hier im nächsten Jahr bei den Studenten über die 50.000er-Marke springen”, sagt er. „Dann brauchen wir pragmatische Lösungen.”
Auch unter diesem Aspekt bietet sich Vaals im Übrigen an. Praktisch ist zum Beispiel, dass die niederländische Gemeinde näher am Campus gelegen ist als alle Kommunen der Städteregion, wie Philipp betont. Und praktisch ist auch, dass die Zusammenarbeit zwischen Vaals und Aachen offenbar bisher schon „angenehm, entspannt und harmonisch” ist, wie die Verantwortlichen sagen.
Gerade in Planungsfragen sei die Kooperation „supergut”, sagt Gisela Nacken und schießt eine kleine Spitze in Richtung Städteregion: „Das würde ich mir von vielen anderen Nachbarkommunen wünschen.” Denn Vaals und Aachen führen zum Beispiel gemeinsame Investorengespräche, binden sich gegenseitig frühzeitig in Planungen ein, arbeiten eng beim grenzüberschreitenden Verkehr zusammen.
Da gießt der „Letter of Intent” etwas in eine Form, was eigentlich schon besteht. Und die beiden Bürgermeister gießen in Worte, was die Nachbarn einander bedeuten. „Wenn man auf den Aachener Stadtplan guckt, ist Vaals ja eigentlich mittendrin”, sagt Philipp. Und van Loo entgegnet: „Süd-Limburg hat eine Chance, und die liegt nicht in Den Haag, sondern hier in dieser Region Aachen.”








