Aachen - Ursulinerstraße: Stadt nimmt teures Pflaster unter die Lupe

WirHier Freisteller

Ursulinerstraße: Stadt nimmt teures Pflaster unter die Lupe

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
Doppelt teures Pflaster: Der K
Doppelt teures Pflaster: Der Kopfsteinbelag in der neu gestalteten Ursulinerstraße ist bereits völlig marode. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wie mans auch dreht und wendet in Sachen Pneus und Poller: Manch prominente Fußgängerzone in der City macht ihrem Namen in nächster Zukunft jedenfalls wenig Ehre - nicht nur am Markt. Zumindest zwei Tage lang, nämlich kommenden Montag und Dienstag, darf der Lieferverkehr für die Geschäfte in der jüngst mit reichlich Aufwand umgestalteten Ursulinerstraße nun nämlich auch offiziell sogar über den Münsterplatz rollen.

Ausnahmsweise, wie die Verwaltung betont, denn das Pflaster in der neuen Flaniermeile zwischen Hartmann- und Buchkremerstraße ist dringend sanierungsbedürftig - weil viele Lieferanten sich, wie berichtet, in Sachen Anfahrtszeiten nicht an die Spielregeln halten, Poller kurzerhand umfahren oder schlicht außerplanmäßig herausgerissen werden.

Allerdings sollten die kostspieligen Kopfsteine in der Ursulinerstraße selbst der offenkundigen Anarchie in Sachen Logistik trotzen - eigentlich. Denn schon aufgrund des normalen Ladeverkehrs war dort eigens eine stabilere Bauweise gewählt worden. Anfang kommender Woche soll das Material daher geprüft, der Straßenbelag vorübergehend zunächst mit herkömmlichem Asphalt ausgebessert werden.

„Wir wollen per Gutachten feststellen lassen, ob die Steine die geforderte Stabilität aufweisen und das verantwortliche Unternehmen gegebenenfalls zur Gewährleistung heranziehen”, erklärte Axel Costard vom städtischen Pressebüro am Freitag. Aufgrund der provisorischen Arbeiten, die eine Sperrung der Zufahrt an der Ecke Buchkremerstraße nötig machen, dürfen Brummifahrer und Co. mithin zwei Tage lang über den Münsterplatz anrücken - was sie bisher, allerdings illegalerweise, bereits vielfach getan haben, wie verärgerte Anwohner berichteten.

Und weil die Poller an der Ecke Geldbrunnen/Hartmannstraße immer wieder schlicht demontiert oder umkurvt wurden, sollen dort nun elektronisch versenkbare Pfähle installiert werden. Damit wird die Anfahrt für Lieferanten über die Hartmannstraße künftig auch offiziell ermöglicht.

Die Eisenstäbe an der Buchkremerstraße hingegen sollen komplett weichen, so Costard. Neue Probleme mit eventuellem verbotenem Schleichverkehr durch Pkw-Piloten befürchtet die Verwaltung offenbar trotzdem nicht. Die „Hightec”-Poller an der Hartmannstraße würden schließlich nur während der offiziellen Liefer- und Ladezeiten automatisch „eingefahren”, heißt es.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert