Ursula Hofmann war eine treue Begleiterin

Von: Bernd Mathieu
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Eine starke Frau, die ihren Weg ging: Unsere Gesellschafterin Ursula Hofmann ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Sie war eine treue Begleiterin. Sie musste dabei nicht ständig ihre tiefe Verbundenheit zur Redaktion mit großen Worten artikulieren. Sie war überzeugt von dem, was wir jeden Tag taten und tun, und ließ uns das spüren. Sie hat unsere Arbeit unterstützt, gefördert und – wenn es sein musste – vehement verteidigt.

Wir sind sehr traurig, dass unsere langjährige Gesellschafterin Ursula Hofmann vor wenigen Tagen gestorben ist. Am Mittwoch sind Auferstehungsamt und Beerdigung. Ihre Familie hat in der Todesanzeige geschrieben: „Die letzten Jahre führten sie mit großer Geschwindigkeit in das Land des Vergessens … Ihre Kraft und ihre Stärke waren bis zuletzt in ihren Augen erkennbar.“

Das beschreibt selbst in der Phase ihrer schweren Krankheit sehr präzise und sehr zutreffend die Persönlichkeit von Ulla Hofmann: eine starke Frau, die ihren Weg ging, die eine klare Meinung hatte – und die geprägt war von einer wunderbaren Melange aus Humor, Witz, Fröhlichkeit, Lebensfreunde und Großzügigkeit. Sie konnte das Leben genießen und verlor dabei die Fürsorge für ihre Familie, ihre Freunde und vor allem auch die Aachener Verlagsgesellschaft, Herausgeberin der Aachener Zeitung, nie aus dem Blickwinkel.

In den 90er Jahren hatte ich das große Vergnügen, mit ihr mehrere Leserreisen unserer Zeitung begleiten zu dürfen. Sie bat mich inständig, den Reiseteilnehmern nicht zu sagen, dass sie Gesellschafterin, also mit ihrer Familie Miteigentümerin der Zeitung war. „Sag‘ es bloß keinem“, ermahnte sie mich beim Beginn jeder Reise und nahm im Bus zum Flughafen und später während der Rundreisen in der letzten Sitzreihe Platz.

Auf ihre Zeitung und die Redaktion war sie stolz. Sie lobte unsere Arbeit und war froh, in unserem Kreis dabei zu sein, wenn es Gelegenheit dazu gab – beim einen oder anderen Empfang, Jubiläum, privat initiierten Treffen oder beim „Festival der Oecher Lieder“, wo sie über Jahre für sich, ihre Familie und den Freundes- und Bekanntenkreis Eintrittskarten für einen kompletten Tisch kaufte. Und dem Moderator Manfred Kutsch stellte sie während der Veranstaltung hin und wieder ein Gläschen Wein an den Rand der Bühne.

Ulla Hofmann stand uns grundsätzlich mit einem großen Maß an Wohlwollen und Solidarität zur Seite. So praktizierte sie es in all den Jahren, in denen ich Chefredakteur dieser Zeitung bin, ganz besonders interessiert und engagiert natürlich in den Gremien der Aachener Verlagsgesellschaft.

Ein Herzensanliegen war ihr unser Hilfswerk „Menschen helfen Menschen“, das sie immer wieder großzügig unterstützte. Sie erkundigte sich oft nach unserer Arbeit und einzelnen Fällen, mit denen wir in diesem ehrenamtlichen Verein zu tun haben. Das war so typisch für sie und ihre Hilfsbereitschaft, die sie auf verschiedenen Ebenen einsetzte, zum Beispiel in ihrer Pfarrgemeinde.

Ulla Hofmann war für uns eine „feste Bank“, eine Freundin der Redaktion. Wir haben ihr viel zu verdanken, und wir werden sie sehr vermissen. Wir behalten sie in allerbester Erinnerung. Sie starb am 9. September im Alter von 83 Jahren. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie.

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