Urnengang: Im Wahlamt werden die Koffer gepackt

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
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Sitzen (fast) bereits auf gepackten Koffern: Wahlamtsleiter Michael Riese und seine Stellvertreterin Renée Stühlen hoffen auf rege Beteiligung. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl
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Auf den Straßen tobt er längst: Der Kampf um die Stimmen zur Landtagswahl nimmt jetzt auch in den städtischen Amtsstuben Fahrt auf. Allein 161 Wahllokale müssen mit Stimmzetteln versorgt werden. Flotter Service für Briefwähler ist ebenso gefragt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. So mancher millimetergenaue Drahtseilakt wird derzeit wohl nicht nur vor den Türen des Wahlamts bewältigt, sondern eben auch dahinter. Denn während die Roncalli-Recken auf dem Blücherplatz artistische Höchstleistungen abliefern, wird direkt nebenan, im neuen Behördenquartier im Haus der Musikschule, die Manege zum großen Auftritt in Sachen Urnengang für NRW bereitet.

Aber gemach: „Bis nächste Woche Samstag werden die Wahlbenachrichtigungen fristgerecht in den Briefkästen gelandet sein“, versprach Oberbürgermeister Marcel Philipp am Mittwoch beim Ortstermin mit Wahlamtsleiter Michael Riese und dessen Team.

Mindestens einmal dürften Riese und seine Stellvertreterin Renée Stühlen allerdings bereits in ähnlicher Weise ins Schwitzen geraten sein wie die Kraftpakete im Zirkusrund. In der Tat hat es beim Druck der Stimmzettel durch ein externes Unternehmen eine Panne gegeben.

„Da wurde der Name einer Partei um einen Schriftpunkt zu klein gesetzt“, erzählte Philipp. Der kleine Unterschied von gut 0,3 Millimetern in der Typengröße hat die Druckmaschinen noch einmal ins große Rotieren gebracht – zumal nicht nur Aachen vom fatalen Fehlerteufel im Detail betroffen war. Hunderttausende Stimmzettel mussten neu gedruckt werden – allein für Aachen knapp 180.000.

Von Ferienstimmung kann bei den Verantwortlichen derzeit also wahrlich keine Rede sein – trotz der Legionen von reichlich betagten Koffern, die sich jetzt am Blücherplatz stapeln. Mindestens 161 – sie stammen sichtlich schon aus späteren Nachkriegszeiten, in denen der OB noch Hermann Heusch hieß – müssen es schon sein. Denn ebenso viele Wahllokale öffnen am 14. Mai zwischen Wahlheim und Horbach (8 bis 18 Uhr) ihre Türen, hinzu kommen 25 Anlaufstellen für Briefwähler. Und die kostbaren Stimmzettel werden nach wie vor in den abgewetzten grauen Behältnissen transportiert.

Vor den rund 1500 freiwilligen Helfern in städtischen Diensten sind freilich zunächst einmal die Postboten gefragt (siehe Bericht unten). Praktischerweise findet sich gleich auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungen ein Formular für den Antrag auf Briefwahl. 33.000 Aachener haben sie bei der letzten Landtagswahl 2012 genutzt – Tendenz weiter steigend. Aktuell sind immerhin 177.800 Bürger wahlberechtigt, etwa 18.500 erstmals.

Die Stadt empfiehlt, dieses Angebot zu nutzen, wenn man am 14. Mai nicht vor Ort sein kann. Verzögerungen beim Versand, wie sie bei der jüngsten Kommunalwahl vereinzelt für Aufregung gesorgt hatten, sollen schon dadurch ausgeschlossen werden, dass die Unterlagen bereits jetzt auf den Weg gebracht werden, bekräftigte Philipp. Die Briefwahl ist aber bei Vorlage des Personalausweises ab dem 24. April auch direkt im Wahlamt am Blücherplatz 43 (montags, dienstags und donnerstags 8 bis 15 Uhr, mittwochs 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 13 Uhr) möglich oder zu den üblichen Öffnungszeiten in den Bezirksämtern. Dort kann man die Stimmzettel bei Bedarf auch sofort ausfüllen. Anträge kann man zudem per Fax und online ordern (www.aachen.de/wahlen).

Und sollten trotzdem noch Fragen auf den Nägeln brennen: Die städtischen Experten sind auch telefonisch zu erreichen unter 432-1609 oder im Call Center (432-0). Was natürlich auch für mündige Bürger gilt, die sich ins kleine Heer der rund 1500 Wahlhelfer einreihen möchten. Aber auch in dieser Hinsicht setzen Riese und Philipp jetzt eher auf Entspannung als auf weitere artistische Höchstleistungen: Allenfalls wenige weitere Unterstützer würden noch benötigt.

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