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Urlaub von der Krankheit: Leines zieht‘s nach Spanien

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Auf nach Spanien: Die „Hazienda-Rocker“ Roger, Leines, Gabi, Celle, Dennis und Willi suchen jetzt Unterstützer und Sponsoren, die den Aufbau einer neuen Ferienanlage für schwerkranke Kinder und deren Eltern im sonnigen Süden ermöglichen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Leines zieht es ins Wärmere. Nicht dass der Initiator der Hazienda Arche Noah vom Aachener Schmuddelwetter die Nase voll hat. Vielmehr liegt ihm und seinen Mitstreitern der „Rocker und Biker gegen Krebs“ wie immer das Wohlergehen von Kindern mit schweren Krankheiten und deren Familien am Herzen. „Die Hazienda ist fertig. Jetzt verlagern wir unsere Kraft nach Spanien“, sagt der „gute Rocker“ von der Lintertstraße.

Das bedeutet: Leines, seine Frau Gabi und die vielen anderen Ehrenamtlichen suchen ein passendes Gelände auf der iberischen Halbinsel, um dort eine barrierefreie Ferienanlage zu errichten. Der Name steht schon fest: Centro de los Angeles. Und auch Oberbürgermeister Marcel Philipp konnte Leines als Schirmherr für dieses neue Traumprojekt verpflichten. Das Aachener Stadtoberhaupt steht damit in einer Reihe mit Ulla Schmidt, Sabine Verheyen und seinem Vorgänger Jürgen Linden, die alle für andere Teilprojekte der Hazienda ihren Namen in die Waagschale geworfen haben.

Ruheort für schwerkranke Kinder

Jetzt fehlen nur noch zahlreiche Spender und Sponsoren, die die neue Idee der Rocker umsetzbar machen. „Gerne können Unternehmen auch den einzelnen Casas ihre Namen geben“, öffnet Leines die Türen für Großsponsoren, die im Gegenzug in freien Zeiten auch ihre Mitarbeiter mit einem Besuch im Centro belohnen könnten. Oberstes Ziel ist aber die Schaffung eines Ruheortes für Familien mit schwerkranken Kindern, in dem sie Urlaub vom alles bestimmenden Thema machen können. „Hier treffen sie auf Gleichgesinnte und werden nicht komisch beguckt“, findet Leines, dass eine gewisse Abgeschiedenheit dafür notwendig ist.

Obwohl die Mitglieder der Hazienda bislang noch nicht in der Provinz Almeria – das ist die bevorzugte Region – fündig geworden sind, planen sie in Aachen bereits den Startschuss des Projektes (siehe Info-Box). Wissen sie doch aus Erfahrung, dass unkonventionelle Ideen manchmal länger brauchen, bis sie reif für die Umsetzung sind.

So war es auch beim Traummobil, das im vergangenen Jahr erstmals voll im Einsatz war. Mit dem riesigen, rollstuhlgerechten Wohnmobil können sich Familien auf die Reise begeben – chauffiert von einem ehrenamtlichen Fahrer des Vereins und bei Bedarf begleitet von einer Pflegekraft, die wiederum in einem kleineren Begleitmobil nächtigen. „Das Traummobil wird dann sozusagen das Bindeglied zwischen Aachen und Spanien“, freut sich Leines auf eine Verquickung der Projekte – auch wenn natürlich auch weiterhin andere Reiseziele möglich sind. „Aber im Centro de los Angeles wird alles auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt sein“, glaubt Leines, dass es viele nach Spanien ziehen wird. Denn: „Falsches Mitleid scheut weite Wege, echte Anteilnahme macht Wege frei.“

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