Unterstützer Israels mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Von: Birgit Triesch
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Ausgezeichnet: Axel Holst (Vorsitzender des DIG Aachen) überreicht Michael Spaney (Vorsitzender MFFB) den Ehrenpreis. Foto: Birgit Triesch

Aachen. Frieden, Demokratie und individuelle Freiheit im Nahen Osten – für diese Werte engagiert sich in besonderer Weise die Institution „Mideast Freedom Forum Berlin/Stop the Bomb“ (kurz MFFB), ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Publizisten, Mitgliedern jüdischer Organisationen und Exiliranern.

Nach Bekanntgabe des iranischen Atomprogramms rief das MFFB kurzerhand die Kampagne „Stop the bomb“ im Jahr 2008 in Wien ins Leben. Mittlerweile hat sich diese Kampagne in acht europäischen Ländern etabliert.

„Ihr Ziel ist es, vor den drohenden globalen Gefahren durch Atomwaffen des iranischen Regimes zu warnen und für harte wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen gegen die islamische Republik Iran einzutreten“, betonte der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen, Axel Holst. Für ihr Engagement erhielt das MFFB jetzt den Ehrenpreis 2015 der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen (DIG).

In seiner Begrüßung erklärte Rogel Rachman, Gesandter-Botschaftsrat, dass Solidarität keine Grenzen kenne und das MFFB in erster Linie einen Staat unterstütze, in dem eine nukleare Bedrohung aus dem Iran vorherrsche. „Die Terroristen wollen das Gebiet und die Menschen vernichtet sehen“, so Rachman über den Antisemitismus, der mit den Werkzeugen des 21. Jahrhunderts ausgetragen werde. Besonders honoriere er, dass das MFFB deutlich zeige, dass Israel nicht alleine stehen würde. Herausragend für diese Institution, die sich durch Spenden finanziert, sei, dass auch Taten folgten.

Dies betonte auch der Osnabrücker Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Matthias Küntzel in seiner Laudatio, bei der er auf den Kauf von Siemens-Aktien durch das MFFB hinwies. Bei der Hauptversammlung der Aktionäre der Firma Siemens konnte daraufhin der Vorsitzende des MFFB, Michael Spaney, plädieren, die Zusammenarbeit mit dem Iran bis zur Lösung des Atomkonfliktes auszusetzen. Das MFFB setze sich auch für die Bildung ein und veranstalte Seminare zu den Themen Antisemitismus, Israelfeindschaft, Rassenhass, Ausländerfeindlichkeit und den Holocaust.

Weiterhin sei das MFFB im Sektor Öffentlichkeitsarbeit tätig und stelle Journalisten und Politikern laufend Informationen über das iranische Regime zur Verfügung. In seiner Dankesrede zeigte sich Spaney gerührt über die Auszeichnung, kritisierte aber gleichzeitig scharf den Iran. Weiterhin betonte Spaney, dass Israel trotz aller Schwierigkeiten versuche, die Demokratie aufrecht zu erhalten und schließlich die Hamas den Krieg entfacht habe. Während Israel bei Gegenangriffen „vorsichtig anklopft“, um möglichst zivile Tote zu vermeiden, missbrauche die Hamas Frauen und Kinder als Schutzschilder, so Spaney.

Mit der Ehrung im Offiziersheim „Gut Neuhaus“ – die seit 2005 verliehen wird – tritt nun das Mideast Freedom Forum Berlin in die illustre Reihe der zuvor Ausgezeichneten – wie beispielsweise Iris Berben, Dr. Jürgen Rüttgers, Dr. Charlotte Knobloch und Gitta Connemann.

In diesem Rahmen wurde zudem wie bereits in den Jahren zuvor ein symbolischer Scheck an das Magen David Adom überreicht.

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