Aachen - Unternehmertag: Schlag auf Schlag neue Kontakte

Unternehmertag: Schlag auf Schlag neue Kontakte

Von: Kathrin Albrecht
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Rhetorische und motorische Höchstleistungen: Marc Gassert – hier mit dem Freiwilligen Vincent – motivierte die Unternehmen, ihre Kräfte zu bündeln. Foto: Andreas Steindl
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Moderierten den „offenen Schlagabtausch“: Petra Pauli von den Vereinigten Unternehmerverbänden und AZ-Redakteur Robert Esser. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Krönungssaal des Rathauses hat viel gesehen: Hochrangige Preisträger bei Karlspreisverleihungen, Konzerte, Galas und Wahlpartys – und jetzt auch einen Boxring.

„Schlag auf Schlag“ sollte es beim ersten Unternehmertag des Industrie-Dialogs Aachen zugehen, für die 300 Teilnehmer aus über 65 Unternehmen der Region freilich nur im übertragenen Sinne, denn im Vordergrund des Abends stand der Austausch.

Authentische Stimmung

Dennoch gab sich das Organisationsteam alle Mühe, authentische Stimmung aufkommen zu lassen, einen wirklichen Schlagabtausch lieferten sich zur Eröffnung Anas El Abid, amtierender NRW- und Süd-Holland Meister, und Alican Endenin, vormaliger NRW-Meister, AZ-Redakteur Robert Esser kündigte – ganz im Stil der Boxkampf-Moderatorenikone Michael Buffer – die Gäste der einzelnen Gesprächsrunden an und ließ das Motto des Abends, „Are you ready to rumble?“ ertönen.

Jede der sieben Runden des Abends wurde stilecht eingeläutet. Als Gewinner des Abends standen zu Beginn schon die Organisatoren fest, denn mit so viel Zuspruch hatten diese im Vorfeld nicht gerechnet. „Wir hätten noch mehr Unternehmen in den Ring schicken können, aber auch der Platz im Krönungssaal ist endlich“, sagte Dagmar Wirtz (3Win).

Dieser Abend sei eine Einladung, konkret miteinander in Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und am Ende neue Geschäftspartner zu finden. Mit einem Marktplatz der Möglichkeiten stellten sich die teilnehmenden Unternehmen vor, an alle Gäste wurden Setkarten verteilt, die im Verlauf des Abends rege an die Frau und den Mann gebracht werden sollten.

„Je weniger Setkarten Sie am Ende mit nach Hause nehmen, um so besser“, erklärte Co-Moderatorin Petra Pauli, Sprecherin der Vereinigten Unternehmerverbände Aachen, die Regeln. Immer wieder hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, miteinander in den verbalen Clinch zu gehen und mögliche Kooperationen auszuloten. „Dieser Abend sei nicht nur die Krönung des im April begonnenen Dialogs von Industrie und Handwerk, er sei auch eine Chance für die hier ansässigen Unternehmen, meinte Mitorganisator Karl Spekl (Lumileds).

Dagmar Wirtz sah vor allem auch für die kleinen Betriebe die Möglichkeit, gezielt mit potenziellen Partnern aus der Großindustrie und dem Handwerk in Gespräch zu kommen: „In der Region steckt viel Potenzial, nur kennen wir uns untereinander noch nicht.“ Erfolgreiche Netzwerke knüpfen und pflegen habe viel mit Disziplin und Willenskraft zu tun, betonte der Redner und Buchautor Marc Gossert, der als Keynote-Redner zum Unternehmertag eingeladen war und seine Thesen sehr unterhaltsam und kurzweilig untermauerte.

Gütesiegel „Made in Aachen“

Um Unternehmen, die sich aktiv am Industriestandort Aachen engagieren, auszuzeichnen, hat der Industrie-Dialog einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem am Ende das Gütesiegel „Made in Aachen“ verliehen wird. Teilnehmen können alle Unternehmen aus Industrie und Handwerk, die sich im Industrie-Dialog engagieren, in der Region um Aachen ihren Hauptproduktionsstandort haben, nachweisbar mit regionalen Unternehmen und Einrichtungen kooperieren und die ein qualifizierter Ausbildungsbetrieb sind.

Schirmherr des Wettbewerbs ist Oberbürgermeister Marcel Philipp. Aachen sei eine besondere Industriestadt mit großer Geschichte, es gebe aber auch gezielte Zuwendung zu Zukunftsthemen, das zeichne den Standort aus. Die Stadt werde weiterhin den Dialog zwischen den regionalen Unternehmen unterstützen, sagte er.

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