Eilendorf - Unterkunft für Flüchtlinge lässt auf sich warten

Unterkunft für Flüchtlinge lässt auf sich warten

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Eilendorf. „Die Flüchtlinge sollen sich in Eilendorf wohlfühlen“, hieß es in der Eilendorfer Bezirksvertretung. Längst schon hätten sie im Übergangswohnheim in der Hansmannstraße 30 und 32 eine neue Bleibe finden können, aber es gibt erhebliche Verzögerungen bei den Umbauten.

„Die Situation ist angespannt, es fehlt Wohnraum“, machte Sandra Knabe, Leiterin des Fachbereichs Soziales und Integration klar.

„Wir brauchen dringend mehr Platz“, sagte sie. In der Hansmannstraße seien 13 kleine Wohneinheiten für Familien vorgesehen. Der Einzugstermin, für März avisiert, konnte aber nicht eingehalten werden. Nun wird es vermutlich Mai oder Juni. Zwischenzeitlich sei Vorsorge getroffen worden, eine Sozialarbeiterin als Betreuungsperson stehe in ihrem Büro in der Karlstraße 123 bereit, ebenso ein Hausmeister als Ansprechpartner, um den Flüchtlingen zu helfen.

„Problem der Glaubwürdigkeit“

„Wir haben ein Problem der Glaubwürdigkeit“, machte Beate Jahn, die für das Eilendorfer Bündnis für Integration über dessen Aktivitäten berichtete, deutlich. Besonders mit der Fertigstellung der Wohnungen, mit der man längst schon gerechnet habe, hapere es.

„Das ist noch ein richtiger Rohbau“, meinte sie. Das Bündnis habe einen Fragebogen erstellt, um herauszufinden, wo Hilfe benötigt werde. In einem „engen Kreis“ von 20 Personen spreche man sich gezielt ab, wie die Aufgaben verteilt werden. „Die Flüchtlinge sollen hier willkommen sein“, so Beate Jahn, man habe gar ein Begrüßungsfest in Erwägung gezogen. „Davon sind wir abgegangen, jetzt wollen wir, wenn alle Wohnungen bezogen sind, ein kleines Straßenfest organisieren, ein Picknick zum Kennenlernen.“

Nicht nur der Umbau besagter Wohnungen vezögert sich, auch beim geplanten Umbau des Bezirksamtes hakt es. Manfred Lennartz, Leiter des Gebäudemanagements, entschuldigte in der Bezirksvertretung. Für den Umbau des „Eilendorfer Rathauses“ seien spezielle Anstrengungen erforderlich gewesen.

Es soll ein lebendiges Bezirksamt werden, das man zweckmäßig nutzen könne, zudem barrierefrei mit einem Außenaufzug versehen. So gibt es außen eine schöne Fassade, die Fenster werden erneuert, ebenso die Heizung. „Wir müssen noch verschiedene Nutzungen regeln“, sagte Lennartz, daher auch ein späterer Beginn des Umbaus.

Den hat er jetzt für den 1. Juli vorgesehen, die Bauzeit bezifferte er auf sieben bis acht Monate. Der untere Bereich werde im Februar 2015 fertiggestellt sein, im September des gleichen Jahres sei alles saniert, meinte Manfred Lennartz zuversichtlich.

Die ursprünglichen Kosten in Höhe von 380.000 Euro hätten sich erhöht auf nunmehr 800.000 Euro für die gesamte Maßnahme. Es habe lange gedauert, bis man das Geld zusammengebracht habe.

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