„Unser Dorf hat Zukunft”: Orsbach präsentiert sich

Von: Günther Sander
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Entdeckungsreise auf Anhänger
Entdeckungsreise auf Anhängern: Orsbach beteiligt sich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”. Jetzt war eine Kommission zu Gast und begutachtete den Ort. Foto: Andreas Schmitter

Orsbach. „Zukunft aus Tradition, weit draußen und nah beieinander” - getreu diesem Motto präsentierte sich die Initiative „Zukunft Orsbach” der Kommission im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft.”

Es war eine schwierige Aufgabe, denn 50 Siegerdörfer (Orsbach holte 2011 den ersten Platz im Dorfwettbewerb) streiten nunmehr auf Landesebene um den Titel. Annegret Dedden, Geschäftsführerin und Leiterin der Bewertungskommission NRW, zeigte sich nach einer 90-minütigen Rundfahrt mit Traktor und zwei Anhängern angetan von dem, was sie und ihre Jurymitglieder in Orsbach zu sehen und hören bekommen haben. „Es war sehr interessant, mit der Dorfgemeinschaft fällt und steht heute alles.”

Zwölf markante Punkte im Ort wurden präsentiert. Musik empfing die Gäste, die Familie Vohn sang und spielte mit Kind und Kegel nach der Melodie „Ein Vogel wollte Hochzeit machen” den Text „Hier in Orsbach leben wir, alle Leute, alle. Und was wir so schaffen hier, das wird euch gefallen. Wiesen, Wälder, viel Natur und von Hektik keine Spur. Heißen euch willkommen nun, schaut in unserem Dorf euch um”. Der Beifall war ihnen gewiss.

Die Gelegenheit, sich von dem Gepriesenen zu überzeugen, wurde von der Kommission ausführlich genutzt. Zuvor jedoch begrüßte Initiativesprecher Manfred Schmitz-Gehrmann die Delegation in der Burg. Während der Rundfahrt machte Marion Gehrmann deutlich, dass die alte Schule im Ort unbedingt erhalten bleiben müsse. Ein Verkauf durch die Stadt für eine Wohnbebauung „wäre für das Dorfleben eine Katastrophe”. Gleiches gelte für den Kindergarten, hier sei ein kleinerer Veranstaltungsraum geplant für Erwachsene, Kinder und Jugendliche.

Dedden gab zu verstehen, dass die Ergebnisse der Bewertungen und die Sieger am 9. September bekannt gegeben werden. „Das Dorf in einer Großstadt”, so hatte Gehrmann den Ort vorgestellt, sei zuversichtlich, weit vorne landen zu können.

Zahlreiche Stationen wurden in Orsbach von der Kommission unter die Lupe genommen: Im Bungartsweg wurde der Sportplatz des OSV Orsbach, wo der Verein in Eigenleistung eine Überdachung installiert, besucht.

Die Waldnutzung Demeterhof kam zur Sprache, die Landwirtschaft im Heilig-Geist-Hof wurde von Landwirt Paul Kradepohl vorgestellt. Das Fabian-Häuschen fand große Beachtung, ebenso die Grünanlage mit dem Bouleplatz an der Kirche.

Die Maijungen und die Schützen des Ortes präsentierten sich ebenfalls den Gutachtern, den Oberster Hof stellte Landwirt Karl-Heinz Vonderstein der Kommission vor.

Die Wohnnutzung in Gut Tennepuhl und Nonnenhof wurde gelobt, ebenso der „Grüne Punkt” für das Mitfahrangebot sowie die Nahversorgung im Ort.

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