Uniklinikum steigt beim Franziskushospital ein

Von: Stephan Mohne
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Aachen. Nur sieben von 33 deutschen Unikliniken haben einen Geriatrie-Lehrstuhl. Und einen solchen wie jenen, der jetzt in Aachen aufgebaut wird, gibt es gar nicht. Hier soll die Forschung in Sachen Altersmedizin in einzigartiger Weise eng und praxisnah mit ingenieurwissenschaftlichen Fächern verzahnt werden.

Profitieren sollen die heutigen Patienten und die kommenden Generationen. Mit Blick auf die rasche Alltagstauglichkeit sollen neue medizinisch-technische Hilfsmittel und Therapiemöglichkeiten entwickelt werden.

Die Basis dessen bildet die „Ehe“ zwischen dem Uniklinikum Aachen (1400 Betten, 6500 Mitarbeiter) und dem Aachener Franziskushospital (139 Betten, 320 Mitarbeiter). Dort hat die Uniklinik 49 Prozent der Anteile von der katholischen Marienhausgruppe (Rheinland-Pfalz, 13.700 Mitarbeiter, 20 Krankenhäuser und vieles mehr) übernommen. Im Franziskushospital soll der neue Lehrstuhl, der bereits ausgeschrieben sei, beheimatet sein.

Ebenso soll dort ein regional einzigartiges Zentrum für „konservative Orthopädie“, also Orthopädie abseits chirurgischer Eingriffe zum Beispiel bei der Behandlung chronischer Rückenleiden, etabliert werden, wie Uniklinik-Vorstandschef Professor Thomas Ittel am Freitag erklärte. Den neuen Weg bezeichnete Ittel als „einzigartige Chance“ für Aachen. Es würden zwei „Alleinstellungsmerkmale“ aufgebaut.

Günter Merschbächer, seitens der Marienhausgruppe Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, unterstrich, dass das Franziskushospital so auf zukunftssichere Beine gestellt werde. Derzeit kämpfen immer mehr kleine Krankenhäuser um ihre Existenz.

Nicht gerüttelt wird an der Eigenständigkeit und katholischen Ausrichtung des 1901 gegründeten Franziskushospitals. Dieser Schritt sei keine Übernahme, sondern ein Schulterschluss. Es sollen dort keine Arbeitsplätze verloren gehen. Auch würden keine Abteilungen in die Uniklinik verlagert. Das Franziskushospital solle wie bisher Teil der medizinischen Grundversorgung in Aachen bleiben. Auch im Uniklinikum seien durch diesen Schritt keine Jobs gefährdet.

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