Uniklinik prämiert besten Entwurf für Betriebskindergarten

Von: Laura Hentz
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Sie präsentieren den Siegerentwurf: Peter Heinen von der „Medfacilities GmbH“, Sieger-Architekt Erich F. Pössl aus Köln und Peter Asché, kaufmännischer Direktor und Vorstandsmitglied der Uniklinik Aachen. Es soll eine Verbindung zwischen Gut Melaten und der „Gesamtarchitektur“ der Uniklinik entstehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Sechs Monate ist es nun her, dass die Uniklinik Aachen und die „Medfacilities GmbH“ den Architektenwettbewerb „Neubau Betriebskindergarten, Sozialpädiatrisches Zentrum und weitere Einrichtungen der Uniklinik RWTH Aachen“ ausgeschrieben haben. Jetzt haben sie ihren Sieger bekanntgegeben: Der Entwurf der „Nebel Pössl Architekten GmbH“ aus Köln und der „Fenner und Weisser Landschaftsarchitektur GmbH“ aus Düsseldorf hat die Jury am meisten überzeugt.

Die Planer möchten demnach zwischen dem Klinikgebäude und Gut Melaten drei kleinere Gebäude entstehen lassen, die einen Hof formen sollen und somit an die Gestalt des Gutes erinnern. Die Kindertagesstätte als größtes der drei Gebäude soll nach Südosten zur Dorbachaue hin ausgerichtet sein. Das Gebäude des Personalrats zeigt zum Parkplatz, während das Sozialpädiatrische Zentrum im Westen zum Hang hin entstehen soll – mit direkter Anbindung zu dem oberen Plateau und dem Klinikgebäude.

So wird dieser Gebäudekomplex zum Bindeglied und vervollständigt den Klinikgarten. Erich F. Pössl freut sich, Teil eines Projekts an diesem speziellen Ort zu sein: Schon den Bau des Klinikums habe er – damals noch als Student der RWTH – mit großem Interesse verfolgt. Aachen sei für ihn noch immer ein Stück Heimat geblieben. Und diese genauen Kenntnisse der Umgebung hätten ihnen sicher auch geholfen, einen passenden Entwurf zu kreieren.

„Die Verbindung zwischen Gut Melaten und der Gesamtarchitektur des Klinikums hat uns besonders überzeugt“, erklärt Peter Asché die Entscheidung. Der kaufmännische Direktor und Vorstandsmitglied der Uniklinik Aachen saß in der Jury, die sich mit den 230 Bewerbungen von Architekturbüros und deren Landschaftsplanern aus ganz Europa befasste.

Jede Menge Vorschläge für ein großes Vorhaben: Die veranschlagten Projektkosten betragen acht Millionen Euro. Diese Ausgaben seien kein Luxus, sondern entsprächen dem aktuellen Bedarf, sagt Peter Heinen. Ärzte, Pfleger, Forscher – sie alle wollen unter familienfreundlichen Bedingungen arbeiten. Und wenn ihnen das Klinikum diese nicht bieten könne, dann gingen sie eben an eine der anderen Unikliniken. Heinen ist Geschäftsführer der „Medfacilities GmbH“, einer Tochtergesellschaft der Uniklinik Köln, die sich um dortige Baumaßnahmen kümmert und für das Architekturprojekt mit dem Aachener Klinikum kooperiert.

Fertigstellung für 2015 geplant

Nach der Bekanntgabe des Siegerentwurfs muss dieser nun auf seine Funktionalität, Brandschutz und Fluchtwege überprüft werden – es geht um Praxistauglichkeit. Heinen: „Das ist einer der Gründe, warum dieser Entwurf gewonnen hat: Weil er wachsen und schrumpfen kann.“ Im Anschluss kann der Bauantrag gestellt werden. Mit einer Planungsphase von sechs Monaten und einer Bauzeit von rund einem Jahr schätzt Asché die Fertigstellung zunächst vorsichtig auf Ende 2015.

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