Unicef Aachen feiert 20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

Von: Martina Rippholz
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Ein Nachmittag für die Rechte der Kinder: In der Elisengalerie feierten Kinder und Erwachsene gemeinsam mit der Unicef-Arbeitsgruppe Aachen den 20. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention. Foto: Markus Schuldt

Aachen. Dass viele Kinder auf der Welt Hunger haben, dass manche kein Dach über dem Kopf haben und nicht zur Schule gehen können - das alles weiß Pia nun.

Die Neunjährige besucht die Grundschule in Richterich. Sie und ihre Mitschüler haben sich eine Unterrichtsreihe lang mit dem Thema Kinderrechte beschäftigt. Der Grund: Die UN-Kinderrechtskonvention, die mittlerweile 192 Staaten unterschrieben haben, wurde vor 20 Jahren, am 20. November 1989, verabschiedet. Und diesen Geburtstag feierte das Kinderhilfswerk Unicef am Freitag mit einem bundesweiten Aktionstag, auch in Aachen.

Unter dem Motto „Kinder haben eine Stimme” hatte die Aachener Arbeitsgruppe einen ganzen Aktionsnachmittag auf die Beine gestellt. Pia und ihre Mitschüler sind nur ein Teil davon. Sie gestalteten auch ein großes Plakat, auf dem die Lebensbedingungen von Straßenkindern in Brasilien mit denen deutscher Kinder verglichen werden.

Neben der Grundschule Richterich beteiligten sich viele andere Einrichtungen und Personen an dem Aktionstag. Der Kinderchor St. Martinus und das Kinderorchester der Musikschule Aachen, die Band der Alkuin-Realschule, der Jugendchor des Stadttheaters und Schauspieler des DasDa-Theaters sorgten für die musikalische Begleitung. Das Couven-Gymnasium stellte gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation „Terre des Hommes” ihr Projekt „Straßenkind für einen Tag” vor. Die Schüler hatten im Selbstversuch Erfahrungen als bettelnde Kinder in Aachen gesammelt. Außerdem war der Unicef-Juniorbotschafter 2008 da und es wurden Bilder zum Thema Kinderrechte ausgestellt.

Die Zuschauer und Besucher der Elisengalerie konnte sich am Aktionstag mit einem politischen Statement beteiligen. Unicef rief dazu auf, dafür zu unterschreiben, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden. „Denn nicht nur in den armen Ländern dieser Welt erfahren Kinder viel Schlimmes”, erklärte Christiane Raumann, Sprecherin der Unicef-AG Aachen. „Auch in Deutschland leiden viele unter Missbrauch, Vernachlässigung und Armut. Damit sich dies ändern, müssen die Rechte der Kinder auch in einem Land wie Deutschland bewusst gemacht werden.”
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