Unfallflüchtige Autodiebe: Polizei dankt Aachener Bevölkerung

Von: red/pol
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gestohlener VW Golf
Mit diesem weißen VW Golf waren die Männer nach einem Auffahrunfall liegengeblieben. Sie flüchteten vom Unfallort - einer hatte dabei stark geblutet. Foto: Polizei

Aachen. Nach der Festnahme der zweier unfallflüchtiger mutmaßlicher Autodiebe hat die Polizei Aachen am Donnerstag weitere Einzelheiten zur Fahndung nach den Tätern veröffentlicht, von denen einer blutige Spuren hinterlassen hatte. Polizeisprecher Paul Kemen dankte zudem den aufmerksamen Aachenern für ihre Unterstützung.

Die Männer, die knapp acht Stunden nach ihrer Flucht nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung in der Innenstadt festgenommen wurden, sitzen in Haft. Einer von ihnen, ein 37-Jähriger, stammt aus Aachen, hat aber nach Polizeiangaben dort zurzeit keinen festen Wohnsitz. Sein 36-jähriger Komplize wohnt regulär in Bonn. Der weiße VW Golf war am 10. März in Bonn gestohlen worden. Ob die beiden Männer dafür verantwortlich sind, ist noch offen, laut Polizei aber wahrscheinlich.

Zwei Tage nach dem Diebstahl hatten die Männer mit dem Wagen am Strangenhäuschen den Auffahrunfall verursacht. Dabei hatte sich der Fahrer, in diesem Fall der 37-Jährige, am Kopf schwer verletzt. Die Platzwunde muss heftig geblutet haben. Die Beamten fanden während der Fahndung ein blutdurchtränktes Handtuch, mit dem der Flüchtige versucht hatte, das Blut wegzuwischen.

Die auffällige Wunde wurde den Männern später auch zum Verhängnis. Die Polizei hatte unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Flucht die Öffentlichkeit vor den beiden gewarnt und eine Fahndung ausgelöst. Stunden später gingen daraufhin bei der Leitstelle der Polizei mehrere Hinweise ein, wo die Männer sich aufhalten könnten. Konkret wurde ein Pfandhaus benannt, wo die beiden Schmuck versetzt hätten - doch als die alarmierte Polizei eintraf, waren die mutmaßlichen Täter schon wieder verschwunden.

Kurz nach 16 Uhr erkannte ein Mitarbeiter der Stadtwerke die beiden Männer. „Dann ging alles sehr schnell“, schreibt Polizeisprecher Kemen in seinem Bericht. Der Schmuck wurde von den Ermittlern sichergestellt. „Woher er stammt und was die Männer sonst noch auf dem Kerbholz haben, wird noch abgeklärt.“

Ein ausdrückliches Dankeschön richtete Kemen im Namen der Aachener Polizei an die aufmerksame Bevölkerung. „Alles richtig gemacht“, lautete sein Fazit: „sich selbst nicht in Gefahr gebracht, aber die Polizei informiert - danke.“

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