Unbekannte bewerfen Polizisten mit Böllern

Von: red
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Großeinsatz kurz vor dem Jahreswechsel: In der Hüttenstraße brach kurz vor null Uhr ein Feuer aus. Die Bewohner mussten evakuiert werden. Foto: Ralf Roeger
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Großeinsatz kurz vor dem Jahreswechsel: In der Hüttenstraße brach kurz vor null Uhr ein Feuer aus. Die Bewohner mussten evakuiert werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auch wenn es bei einem Einsatz brenzlig wurde – Beamte wurden mit Böllern beworfen – hat die Aachener Polizei am Sonntag eine „durchweg positive Bilanz der Silvesternacht“ gezogen. Insgesamt wurden die Beamten zu 188 Einsätzen in der Stadt Aachen und in der übrigen Städteregion gerufen, Silvester 2015 waren es noch 231.

Einsatzanlässe waren zumeist Körperverletzungen (mit 14 waren es drei weniger als im Vorjahr), Streitigkeiten (14 wie im Vorjahr), Schlägereien (mit sechs war es eine weniger als im Vorjahr), Sachbeschädigungen (zehn im Gegensatz zu acht im Vorjahr) und Randale (7 wie im Vorjahr).

Pyrotechnik

19 Mal rückten die Ordnungshüter aus, weil Anrufer meldeten, dass zumeist Jugendliche Pyrotechnik unter Fahrzeuge oder Böller in Glascontainer, Hecken oder in Richtung vorbeifahrender Autos warfen. Zumeist waren die Verursacher bereits weg, wenn die Beamten eintrafen. In Aachen wurde die Polizei zu insgesamt 104 Einsätzen gerufen; darunter sieben Körperverletzungen.

Gegen 0.30 Uhr wurden Beamte während eines Einsatzes an der Brücke Halifaxstraße von einer Person beleidigt. Als sie den Tatverdächtigen ansprachen, leistete er Widerstand. Während seiner Festnahme wurden die Beamten und der Funkwagen aus der Menschenmenge heraus mit Böllern beworfen. Die Täter konnten nicht identifiziert werden.

Im Kollenbruch in Brand sprengten Unbekannte gegen 22.45 Uhr einen Zigarettenautomaten. Der Automat wurde dabei schwer beschädigt. Die Höhe der Beute ist nicht bekannt. Die Fahndung nach dem oder den Tätern verlief erfolglos.

Zum Jahreswechsel sperrte die Polizei wegen des hohen Besucheraufkommens zur Sicherheit die Brücke auf der Turmstraße und die Burtscheider Brücke. Die Feierlichkeiten dort verliefen laut gestrigem Polizeibericht störungsfrei.

Auch aus Sicht des städtischen Ordnungsamt verlief der Jahreswechsel in Aachen ohne größere Zwischenfälle. „Insbesondere in den frühen Abendstunden waren die Innenstadt, das Ostviertel und Burtscheid kaum frequentiert“, so Ron-Roger Breuer, Leiter des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes im Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen. Dies sei wohl vor allem auf die kalte Witterung und die niedrigen Temperaturen zurückzuführen. In der Nacht sei vor allem die Innenstadt „gut frequentiert“ gewesen.

Hochprozentiges

Von Seiten des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes wurde am Silvesterabend ein besonderer Fokus auf den Jugendschutz und die illegale Einfuhr von Feuerwerkskörpern gelegt. So wurden diverse Flaschen „Hochprozentiges“ bei Minderjährigen sichergestellt. Weiterhin konnten dutzende Feuerwerkskörper sichergestellt werden, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Hier wurden von der Polizei Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Die größte Maßnahme des Ordnungsamtes gab es in Burtscheid. Hier wurde bei einer zehnköpfigen Gruppe Minderjähriger eine größere Menge Marihuana, Wodka, Zigaretten sowie ein Messer gefunden. Die Jugendlichen hatten noch versucht zu fliehen. Sie wurden jedoch von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes wieder eingeholt. Das Mitarbeiter der Stadt haben die Minderjährigen dann zum großen Teil durch ihre Eltern abholen lassen. Die hinzugerufene Polizei stellte die Drogen sicher, Strafanzeigen werden gestellt.

Kurz vor Neujahr musste die Feuerwehr wegen eines Dachstuhlbrands in der Hüttenstraße ausrücken. Die Meldung war um 23.55 Uhr in der Leitstelle eingegangen. Als die Rettungskräfte in Rothe Erde eintrafen schlugen bereits Flammen aus dem Dach eines ausgebauten Dachstuhls. Um an alle Glutnester zu gelangen, musste das Dach außen abgetragen werden. Das Haus ist zurzeit nicht bewohnbar, die Bewohner wurden anderweitig untergebracht. Im Einsatz waren 35 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Aachen-Mitte.

In den ersten zwei Stunden des neuen Jahres war die Feuerwehr Aachen bei weiteren elf Feuereinsätzen mit verschieden Löschzügen im Einsatz. Alle Löschzüge der Feuerwehr Aachen waren in Bereitschaft versetzt. Auch der Rettungsdienst der Stadt Aachen war laut Pressebericht vom Sonntag „vor und nach dem Jahreswechsel stark ausgelastet“.

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