Unabhängig, jung, spritzig: Das Lothringair zieht Tausende an

Von: Eva Onkels
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Es darf gerockt werden: Auf insgesamt vier Musik- und zwei Tanzbühnen ging beim Lothringair-Festival die Post ab. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es gibt wirklich viel zu sehen, so viel, dass es geradezu unmöglich ist, alles zu sehen. Was einst am WG-Tisch von Benedict Offermanns und Andrea Nickisch erdacht worden ist und „nur“ ein Konzept für eine Prüfung war, ist lebendig und groß geworden.

Zum dritten Mal verwandelten sich die Lothringer- und Herzogstraße am Samstag in eine Welt voller Kunst, Musik und Tanz.

Ein volles Programm und viele Stände sorgen für Unterhaltung für jeden Besucher. Mittags begann das künstlerische Treiben, dass bei gutem, nicht zu warmen Wetter rund 6000 bis 7000 Leute auf die Straßen zog. Erstmalig haben die Betreiber des Festes in diesem Jahr auch mit der Städteregion kooperiert. „Die Kooperation ist gut gelaufen“, meint Benedict Offermanns, einer von zwei Hauptorganisatoren. Rund 40 Verkaufsstände, sieben Essensstände, vier Musikbühnen und zwei Tanzbühnen waren unter freiem Himmel zu finden, deutlich mehr noch in Lokalen und Geschäften. „Es gib so viel, so viel Tanz und so viel Musik. Elektro, zeitgenössischer Tanz, moderner Tanz, Programm für Kinder, Ausstellungen...“

Benedict Offermanns ist sichtlich stolz auf das Straßenfestival, und das vollkommen zu recht. Eine Neuerung im Vergleich zu den letzten beiden Jahren ist die große Performancebühne vor dem Kloster St. Alfons. Besonders der Tanz soll damit stärker in den Fokus rücken: „Der Tanz soll stärker wahrgenommen werden“, so Offermanns, selbst Arzt und Tänzer. Auf den letzten beiden Veranstaltungen hätten Tanzvorführungen nur in den Innenräumen stattgefunden, was dazu geführt habe, dass das Publikum diesen wesentlichen Aspekt zum Teil übersehen hatte. Doch in diesem Jahr konnte man beim Auftritt der Kölner Tanzgruppe Reut Shemesh Dance Company sehen, dass zeitgenössischer Tanz Publikum anzieht. Immer mehr Menschen sammelten sich während der Performance um die Bühne herum.

Das Tanzen sei wichtig zur Abgrenzung von anderen Festivals: „Wir machen einen so coolen Mix von Sachen, den man in Aachen sonst nirgendwo anders sieht.“ So wirkt das Festival auch. Unabhängig, jung, spritzig und voller neuer Ideen. Das geht von den bunten Bildern der Künstler des POEBELS bis hin zu der elektronischen Musik der vielen DJs „Das Festival ist von vorne bis hinten handgemacht und ehrenamtlich“, betont Offermanns und vielleicht sorgt genau das dafür, dass das Festival authentisch wirkt. Auch das Publikum scheint zufrieden: „Live-Musik gefällt mir immer gut“, so Tristan Haider – und allein davon gibt es auf dem Lothringair für jeden etwas.

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