Aachen - Umweltzone: Die grüne Plakette macht sich bezahlt

Umweltzone: Die grüne Plakette macht sich bezahlt

Von: red
Letzte Aktualisierung:
11769021.jpg
Zufahrt nur mit grüner Plakette: Die Stadt hat jetzt eine erste Bilanz der Umweltzone gezogen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es lohnt sich, jedes Auto, das berechtigt ist, eine grüne Plakette zu führen, auch entsprechend auszustatten. Das jedenfalls ist Fazit einer ersten Bilanz, die die Stadt Aachen am Dienstag in Sachen Umweltzone bekannt gegeben hat.

Die Umweltzone gilt in Aachen weitgehend innerhalb des Außenringes. Schilder an rund 50 Straßen am Stadtrand machen auf die neue Verkehrsbestimmung aufmerksam.

Für die Woche nach Karneval (ab Veilchendienstag), in der grüne Plaketten im Rahmen der Überwachung des ruhenden Verkehrs mitkontrolliert wurden, meldet das Aachener Ordnungsamt 840 Verstöße. 168 Fahrzeuge kamen dabei aus dem Ausland, was einer Quote von 20 Prozent entspricht.

Von den 672 Verfahren, die Autos mit deutschen Kennzeichen betreffen, entfallen aber nur 84 Verfahren auf tatsächliche Verstöße. Das heißt, diese Fahrzeuge sind nicht berechtigt, eine grüne Plakette zu führen. Das Vergehen schlägt mit 80 Euro plus Verwaltungsgebühr zu Buche. Allerdings zählt die Stadt 588 so genannte formelle Verstöße (70 Prozent aller geahndeten Verstöße). Was bedeutet: Hierbei handelt es sich entweder um Fahrzeuge, die ohne weiteres eine grüne Plakette haben könnten, bislang aber nicht damit ausgestattet worden sind. Oder um Fälle, in denen Kennzeichen auf der grünen Plakette nicht lesbar waren oder nicht mit dem Fahrzeug übereinstimmten. Solche Verstöße werden mit einem Verwarnungsgeld von 35 Euro geahndet. „Wir gehen davon aus, dass sich diese formalen Verstöße im Laufe der Zeit deutlich reduzieren werden“, sagt Rechtsdezernentin Annekathrin Grehling. Die Erfahrung anderer Städte mit Umweltzonen hätte das ergeben.

Ohnedies weist die Stadtdirektorin darauf hin, dass die Betrachtung bei einem so kurzen Zeitraum nach Einführung eine erste kurze Bilanz ist, die nicht als zukunftsweisend oder repräsentativ verstanden werden dürfe. Nach Ansicht der Verwaltung ist die Umweltzone „relativ geräuschlos in Aachen eingeführt worden“. Auch wenn in der Verkehrsbehörde der Stadt und im Straßenverkehrsamt der Städteregion in den vergangenen Wochen sehr viel los war.

Die Verkehrsbehörde der Stadt Aachen hat bis zum gestrigen Dienstag 344 Ausnahmegenehmigungen erteilt: neun für private Fahrzeuge, 16 für Wohnmobile, 35 für Gewerbetreibende, 81 für Busunternehmen (davon 44 für die Aseag). Diese Genehmigungen gelten für ein Jahr und können nochmals verlängert werden. Die Genehmigungen für Busunternehmen können höchstens bis zum 31. Dezember 2017 verlängert werden. 137 Anwohner der Umweltzone und 66 Gewerbetreibende in der Umweltzone haben zudem Ausnahmegenehmigungen erhalten. Diese sind allerdings nur bis zum 30. April 2016 gültig.

Leserkommentare

Leserkommentare (6)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert