Umweltausschuss stimmt Obi-Projekt an der Debyestraße zu

Von: Peter Motz
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Aachen. Während allerorten um neue Mehrheiten gerungen wird, schloss sich der Umweltausschuss zur ganz großen Koalition zusammen: Weil dessen Vorsitzende Monika Kuck ihre Tätigkeit in Rats- und Ausschusspolitik niederlegt.

Dank und großes Lob gab es seitens aller Fraktionen und der Stadtverwaltung für ihre „ruhige und faire Ausschussleitung”.

Eine solch sachliche Diskussion entzweite den letzten Umweltausschuss in alter Besetzung beim Thema Baumarkt-Umsiedlung in Brand. Der Obi-Markt möchte expandieren und deshalb von der Eilendorfer Straße umziehen auf ein Grundstück zwischen Debyestraße, Trierer Straße und A44.

Der Knackpunkt: Das Gelände ist im Flächennutzungsplan der Stadt als landwirtschaftlich und im Regionalplan des Regierungsbezirks als „Regionaler Grünzug” ausgewiesen, also als landschaftlich schützenswert.

Die Bezirksregierung Köln habe, so die Stadtverwaltung, jedoch signalisiert, die Änderung des Flächennutzungsplans zu genehmigen, sofern ein „landesplanerischer Ausgleich” geschaffen wird.

Dazu soll der Baumarkt 600.000 Euro bereitstellen. Wo das Geld in „Ausgleichsmaßnahmen” investiert werden kann, prüft die Verwaltung derzeit noch.

Die Grünen betonen, dass die Fläche „luftygienisch” bedeutsam sei, sprich „für die Kaltluftbildung ein sensibler Bereich”, so Gerald Volkmer. Zudem sei in der Vorlage nicht einzig von der Ansiedlung des Baumarkts nebst Gartencenter, sondern auch von „ergänzender gewerblicher Nutzung” die Rede.

Die restlichen Fraktionen interpretieren den städtischen Umweltbericht zum Bauvorhaben anders. Eine entscheidende Belastung der „Lufthygiene” können sie nicht ausmachen. So stimmte der Umweltausschuss mehrheitlich einer Änderung des Flächennutzungsplans und einem Bebauungsplan zu.

Ganz ohne politischen Dissenz wurde wiederum die beabsichtigte Umgestaltung des Brander Marktplatzes und seines Umfelds aufgenommen. Der jüngst bei einem Wettbewerb erfolgreiche Entwurf (vom Büro „Hermanns Landschaftsarchitektur/Umweltplanung”, Niederkrüchten) gefällt. Vorgesehen ist der Marktplatz als große, freie Fläche mit Brander Stier, Pavillon und großer Leuchte.

Der mit Natursteinpflaster ausgelegte und von hellen Betonsteinplatten umrahmte Platz erlaubt die Nutzung für Wochenmarkt, Kirmes und Karneval. Die Mittelinsel Richtung Trier Straße fällt weg, neue Straßenführung erlaubt die Bepflanzung eines breiten Streifens mit Ahornbäumen und zudem Außengastronomie.
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