Umgestaltung: Für Außengastronomie wird es im Hof eng

Von: Oliver Schmetz
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Im nächsten Sommer könnte es hier eng werden: Wenn die Stadt frühestens ab Mitte 2017 den Hof umgestaltet, wird das zeitweise die Außengastronomie beeinträchtigen. Die Verwaltung will aber so weit wie möglich auf die Belange der Wirte Rücksicht nehmen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Dass die Stawag mittlerweile seit mehr als drei Jahren unter dem historischen Pflaster des Hofs in fünf Metern Tiefe die Kanäle saniert, tangiert die Gastronomen und ihre Gäste auf einem der schönsten Plätze Aachens kaum: Schließlich buddeln die Bauarbeiter dabei unterirdisch. Bloß das Einstiegsloch macht einen überschaubaren Bereich des historischen Pflasters zur Dauerbaustelle.

Doch wenn die Stawag dort fertig ist, wird für die Anlieger nicht alles wieder gut sein, sondern erst einmal wohl noch schlimmer werden. Denn die Stadt will dann – wie im übrigen Pfalzbezirk bereits geschehen – auch die Oberfläche im Hof neu gestalten, was nun auch beim allerbesten Willen nicht unterirdisch geschehen kann. Also dürfte es zumindest zeitweise für die dort äußerst gut frequentierten Außengastronomiebereiche eng werden.

„Die gastronomische Nutzung wird nach Beginn der Freiluftsaison in reduzierter Form ermöglicht“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage für den Mobilitätsausschuss, wo der Politik am 25. August die Pläne präsentiert werden. In dem Papier heißt es allerdings auch, dass die Stawag-Maßnahme zum Jahresende beendet werde und man dann möglichst bald mit der Umgestaltung beginnen wolle – was nicht mehr ganz aktuell ist.

Denn die Kanalarbeiten, die ursprünglich ein Jahr in Anspruch nehmen sollten und sich wegen etlicher archäologischer Funde immer wieder verzögerten, werden definitiv länger dauern. Was diesmal, wie Stawag-Sprecherin Angeli Bhattacharyya betont, „nicht an einer weiteren Bauverzögerung liegt“, sondern an einer Umplanung. Denn die Stawag will das Einstiegsloch im Hof auch noch dazu nutzen, die Kanäle unter der Krämerstraße unterirdisch zu sanieren. „Wir werden erst Mitte 2017 damit fertig sein“, sagt Bhattacharyya.

Und dann wird das Hofpflaster mitten im Sommer aufgerissen? „Vielleicht können wir dann auch noch ein bisschen warten und fangen erst im Herbst an“, sagt Axel Costard vom städtischen Presseamt. Grundsätzlich wolle man auf die Belange der Anlieger so viel Rücksicht wie möglich nehmen. Ein erstes Gespräch habe es bereits im vorigen November gegeben, weitere sollen folgen, so Costard.

Und eventuell könne man den Wirten auch zeitweise die Freifläche vor den Säulen, wo bei den Hofkonzerten die Bühne steht, als Ausgleichsfläche für die Außengastronomie anbieten. Denn ganz ohne Beeinträchtigungen wird es kaum abgehen. Schließlich ist die schöne Jahreszeit nicht nur für Innenstadtwirte, sondern auch für Bauarbeiter ideal.

Wenn dann aber alles fertig ist, präsentiert sich der Hof runderneuert – unter anderem mit einer besseren Orientierung für Blinde und Sehbehinderte durch eine neue Leitlinie vom Puppenbrunnen bis zu Körbergasse, einem neuen Belag aus geschnittenen Natursteingroßpflaster, einer geringeren Querneigung und einer gefüllten Wasserrinne unterhalb des römischen Portikus.

Spätestens im Sommer 2018 soll es so weit sein – wenn die Bauarbeiter nicht doch wieder an diesem historischen Flecken Aachens, an dem sich früher vermutlich ein römisches Forum befand, über ein paar archäologische Funde stolpern...

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