Aachen - Umgestaltung der „Rehmplätze“: Mehr Raum für die Anwohner

Umgestaltung der „Rehmplätze“: Mehr Raum für die Anwohner

Von: Kathrin Albrecht und Maike Wallraf
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Umgestaltung der Rehmplätze nimmt konkrete Formen an. Im Juni hat der Planungsausschuss den Umbau beschlossen. Das Berliner Büro „planung.freiraum“ erarbeitete die Pläne im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses der Anwohner rund um Rehm-, Ober- und Wenzelplatz.

Dazu organisierten Stadt und das Stadtteilbüro Nord verschiedene Begehungen der Plätze. „Wir haben die Nutzer dabei gefragt, was sie auf den Plätzen tun möchten“, erläutert Annika Kubbilun vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsplanung der Stadt und Leiterin des Umbaus.

Mithilfe von Karten durften verschiedene Gruppen, darunter Kinder oder Rentner zeigen, ob sie in bestimmten Bereichen lieber spielen oder Ruhezonen haben wollten. Ein rotes X für Dinge, die im neuen Konzept nicht weitergeführt werden sollten, gab es auch. Freundlicher, grüner und einladender sollen die Plätze werden. Dabei werden bei der Neugestaltung des Rehmplatzes die bestehenden Strukturen der Begrünung aufgegriffen.

Der Spielbereich im vorderen Teil erhält eine Generalüberholung, das turmartige Spielgerät wird durch ein flacheres und somit sichereres Spielgerät ersetzt. Ferner soll es einen Wasserteppich als zusätzliche Spielfläche geben. Als prägendes Element des Platzes bleibt die Mariensäule, die von vielen Anwohnern als identitätsstiftend empfunden wird. Auch der Wenzelplatz erhält ein neues und kindgerechteres Spielgerät, durch stärkere Begrünung soll der Platz eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten. Die von vielen Anwohnern als trostlos empfundene freie Mitte des Oberplatzes soll durch die Schaffung eines Spielbereichs aufgehoben werden. Auch soll es ein Feld für Ballspiele geben.

Problematisch ist der Oberplatz aber wegen seiner Drogenszene. Annika Kubbilun räumt ein, dass eine städtebauliche Maßnahme allein das Problem nicht lösen könne, hofft aber, dass „enge, räumliche Miteinander verschiedener Gruppen“ eine Kontrollwirkung auf Junkies und Dealer hat.

Seitens der politischen Vertreter der Lenkungsgruppe Aachen-Nord findet das Vorgehen bei der Planung überwiegend positives Echo. Die Einbeziehung der Anwohner sei „gut gelungen“, so Andreas Müller von der Linken. Inken Tintemann von den Grünen lobt, dass im Projekt Schwerpunkte gesetzt wurden, und der Umbau nicht „nach dem Gießkannenprinzip“ geplant wurde. Auch Rolf Schäfer von der CDU äußerte sich positiv über die Bürgerbeteiligung, kritisierte zugleich, dass schwer umzusetzende Wünsche der Anwohner nicht genügend selektiv bearbeitet wurden. Der Umbau der Rehmplätze wird 1.232.000 Euro kosten. Sie werden zu 80 Prozent mit Fördermitteln von EU, Bund und Land bezuschusst. Bis Ende 2014 sollen die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein, das schreiben schon die Förderbedingungen vor.

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