Aachen - Ulla Thönnissen zieht für die CDU in den Landtag ein

Ulla Thönnissen zieht für die CDU in den Landtag ein

Von: Matthias Hinrichs
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Polit-Karriere: Ulla Thönnissen, CDU-Vorsitzende, Ratsfrau und Fraktionschefin im Städteregionstag, wird Landtagsabgeordnete. Foto: Geese

Aachen. Die Zahl der Aachener Landespolitiker wird bis Ende dieses Monats überraschend um satte 50 Prozent wachsen. Vor wenigen Tagen ist der 46-jährige Paderborner CDU-Landtagsabgeordnete Volker Jung im Alter von 46 Jahren völlig unerwartet gestorben.

Für ihn rückt nun Ulla Thönnissen, Kreisvorsitzende der Partei in Aachen, CDU-Ratsfrau und Fraktionsvorsitzende im Städteregionstag, nach. Für die Grünen nimmt die ehemalige Ratsfrau Karin Schmitt-Promny den Parlamentssitz der scheidenden Abgeordneten Daniela Schneckenburger ein, die zur Schuldezernentin in Dortmund gewählt worden ist. Damit wird die Stadt nach der voraussichtlichen Vereidigung der beiden Politikerinnen am 29. April neben Daniela Jansen, Karl Schultheis (beide SPD), NRW-Parteichef Armin Laschet (CDU) und Reiner Priggen (Grüne) mit nicht weniger als sechs Mandatsträgern im NRW-Landtag vertreten sein.

Die 51-jährige Diplom-Pädagogin Ulla Thönnissen, Chefin eines Unternehmens mit 20 Mitarbeitern, das sich vor allem im Bereich des betreuten Wohnens für psychisch Kranke und Suchtkranke engagiert, hat seit ihrem Eintritt in die CDU vor knapp zehn Jahren bereits eine denkbar steile politische Karriere absolviert. 2009 zog sie per Reserveliste in den neu gegründeten Städteregionstag ein, wurde dort sogleich stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin.

2014 gelang ihr der Sprung in den Städteregionstag per Direktmandat. Erst im vergangenen Monat trat die Mutter zweier erwachsener Söhne die Nachfolge von Dieter Wolf als Fraktionsvorsitzende an. Bereits 2012 war Thönnissen Armin Laschet als neue Kreisvorsitzende der CDU Aachen gefolgt. Seit 2014 ist sie zudem stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Stadtrat sowie Vorsitzende der Verbandsversammlung im Zweckverband Region Aachen.

Nach dem plötzlichen tragischen Tod des Paderborner Parteikollegen am vergangenen Dienstag zeigte sich Landes- und Fraktionschef Laschet zutiefst bestürzt: „Wir sind fassungslos, erschüttert und unsagbar traurig“, sagte er. Welche Konsequenzen der unerwartete Wechsel seiner Nachfolgerin im Vorsitz der Aachener Kreispartei für die örtliche CDU mit sich bringen wird, ließ auch Thönnissen am Donnerstag offen. „Meine Direktmandate in Stadtrat und Städteregionstag werde ich aber sicherlich behalten“, erklärte sie auf Anfrage lediglich. Auch sie zeigte sich tief betroffen über Jungs Tod. Ihre Aufgaben als Chefin eines 20-köpfigen Unternehmens im Sozialbereich hat die 51-Jährige bereits vor einiger Zeit weitgehend delegiert.

Im NRW-Wahlkampf 2012 war Ulla Thönnissen ihrem SPD-Konkurrenten Karl Schultheis im Kampf ums Landtagsmandat unterlegen. Nun zieht sie über Listenplatz 48 ins Landesparlament ein – zeitgleich mit der 61-jährigen Sozialwissenschaftlerin Karin Schmitt-Promny. Schmitt-Promny ist als Fachreferentin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband angestellt und ebenfalls Mutter zweier erwachsener Kinder. Von 2007 bis 2014 saß sie für die Grünen im Rat, bei der jüngsten Landtagswahl rangierte sie auf Platz 33 der Reserveliste.

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