Ulla Thönnissen: Einsatz für Region steht weiter im Fokus

Von: Matthias Hinrichs
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Bleibt Ratsfrau und Fraktionschefin im Städteregionsrat: Die Aachener CDU-Vorsitzende Ulla Thönnissen will auch als Landtagsabgeordnete Impulse für Stadt und Region setzen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ihr Ticket nach Düsseldorf ist seit ein paar Tagen gelöst. Das gilt womöglich nicht für alle organisatorischen Knoten. Zu klären ist etwa, inwieweit die Aachener CDU-Vorsitzende Ulla Thönnissen ihre Aufgaben als Landtagsabgeordnete mit ihren nicht eben wenigen führenden politischen Funktionen in Stadt und Städteregion unter den sprichwörtlichen Hut bringt.

Am Montag erklärte Thönnissen auf Anfrage, dass sie ihren Posten als stellvertretende Chefin der Ratsfraktion zur Verfügung stellen will. Aber: Neben der Wirtschaftsförderung will sie sich auch am Rhein vor allem für die Belange der Kommunen einsetzen.

Wie haben die Parteikollegen in Stadt und Städteregion reagiert, als sie erfahren haben, dass die Parteivorsitzende der Aachener CDU ab Ende des Monats im Landtag sitzt?

Thönnissen: Bislang gab es wegen der Ferien noch kaum Möglichkeiten, darüber in Ruhe zu sprechen. Das erste Gespräch hatte ich am Montagabend in der Stadtratsfraktion. Ich habe dort bereits angekündigt, dass ich den Posten der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden abgebe.

Im Städteregionstag wollen Sie Fraktionschefin bleiben?

Thönnissen: So ist es. Natürlich haben wir das dort bereits im Vorfeld besprochen, weil klar war, dass ich über die Listen auf absehbare Zeit in den Landtag nachrücken könnte – auch wenn wir nicht damit rechnen konnten, dass sich diese Situation durch den tragischen Tod des Paderborner Abgeordneten Volker Jung so schnell ergeben würde. Aber ich denke, die Arbeit für die Städteregion und die neuen Aufgaben im Landtag passen sehr gut zusammen.

Der NRW-Innenminister hat dem neuen Konstrukt Städteregion jüngst durchaus erfolgreiche Arbeit bescheinigt; von einer substanziellen Erweiterung der Kompetenzen war in diesem Zusammenhang allerdings keine Rede. Glauben Sie, Sie können in dieser Hinsicht neue Impulse setzen?

Thönnissen: Davon gehe ich aus. Städteregionsrat Etschenberg und OB Philipp werden der Politik in Kürze ein gemeinsames Papier vorlegen, in dem es sicher auch um die Frage geht, welche Aufgaben innerhalb der Städteregion oder auch des Zweckverbands Region Aachen konkret weiterentwickelt werden können. Da können wir ansetzen.

Sie sind auch Vorsitzende der Verbandsversammlung im Zweckverband. Werden Sie auch diesen Posten behalten?

Thönnissen: Dazu kann ich noch nichts sagen. Das werden wir in den kommenden zwei bis drei Wochen klären.

Jedenfalls ist Aachen nun mit sechs Abgeordneten in Düsseldorf vertreten. Raufen Sie sich zusammen, um Aachener Interessen mehr Gehör zu verschaffen?

Thönnissen: Ich selbst mache das halbe Dutzend ja nun als letzte voll – insofern kann ich auch dazu momentan noch nicht viel sagen. Aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel bewegen können. Immerhin haben außer mir zwei weitere Landtagsabgeordnete auch ein Mandat im Städteregionstag. Ich hoffe, dass ich die Möglichkeit erhalten werde, mich unter anderem im Landtagsausschuss für Kommunalpolitik einbringen zu können.

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