Aachen - Ulla-Klinger-Halle: Die Ernte vom Dach

Ulla-Klinger-Halle: Die Ernte vom Dach

Von: sed
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Können trotz Schnees noch lachen: von links Michael Ferber (Gebäudemanagement), Axel Schwartz (Investor) und Andreas Fladung (Solarfirma) auf dem Dach der Klinger-Halle. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Im Moment bringt die Anlage keine Leistung”, sagt Michael Ferber, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagement der Stadt Aachen. „Die Schneedecke ist zu dick.” Aktuell haben wir die einzige Wetterlage, bei der die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Ulla-Klinger-Halle keinen Strom erzeugt. „Das ist auf die Professionalisierung der Solartechnik zurückzuführen.”

Seit dem 8. November speist die Anlage Strom ins öffentliche Netz. 44.000 Kilowattstunden können im nächsten Jahr von dem Dach der ehemaligen Schwimmhalle West „abgeerntet” werden. Soviel, wie zehn Haushalte im Jahr verbrauchen. „Das entspricht einer Einsparung von 26,44 Tonnen Kohlendioxid”, erklärt Andreas Fladung, der die Anlage angebracht hat. „Nach zwei bis drei Jahren ist auch die bei der Installation investierte Energie wieder eingespart.”

Im Rahmen des Projektes „Sonne für Aachener Gebäude” werden für Photovoltaik geeignete städtische Dachflächen ausfindig gemacht und mit Hilfe von Investoren für die Stromgewinnung genutzt. „Ähnliche Projekte laufen schon seit zehn Jahren”, sagt Ferber. „Perfekt sind neue oder sanierte Dächer, die voraussichtlich die nächsten 20 oder mehr Jahre halten.” Diese müssen ausreichend tragfähig sein, in die richtige Himmelsrichtung zeigen, dürfen keine Gauben haben und natürlich nicht unter Denkmalschutz stehen.

Die Anlage auf der Ulla-Klinger-Halle wurde von Axel Schwartz finanziert. „Mich reizt bei der Solartechnik die geschickte Verbindung von Ökologie und Ökonomie.” Weil der Investor die Anlage noch vor dem 31. Dezember fertig gestellt hat, bekommt er eine auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung „Für mich eine risikominimierte Investition.”

Im Stadtgebiet sind auf Schulen und anderen städtischen Gebäuden bereits 32 Photovoltaikanlagen installiert. Zusammen erbringen sie eine Spitzenleistung von rund 640 Kilowatt. „Wir werden alle Dachanlagen unserer Gebäude prüfen”, sagt Ulrike Leidinger vom städtischen Gebäudemanagement. „Für die Realisierung arbeiten wir mit privaten Investoren, aber auch mit Unternehmen zusammen.”
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