Üble Szenen jenseits des Tivoli-Rasens

Von: mh
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Großeinsatz am Hauptbahnhof: Die Fans von Rot-Weiß Essen wurden sicherheitshalber nicht, wie gelant, am Westbahnhof in Empfang genommen. Anders als manche Aachener blieben sie friedlich. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nicht nur die Schwarz-gelben, auch die Männer in den grünen Uniformen zeigten sich – aus gegebenem Anlass – bestens vorbereitet auf die Begegnung der Alemannia gegen Rot-Weiß Essen am vergangenen Samstag. Trotzdem gerieten die rund 200 Einsatzkräfte der Polizei eine Zeitlang ins Rotieren, noch bevor der Ball auf dem Tivoli rollen sollte.

Denn vor allem einige Aachener „Fans“ sorgten mal wieder dafür, dass den fast schon traditionellen Auseinandersetzungen zwischen unbelehrbaren „Anhängern“ beider Klubs jenseits des Rasens ein weiteres trauriges Kapitel hinzugefügt werden musste – im Gegensatz zum Spielergebnis aus Aachener Sicht.

Um etwaigen Zoff schon im Keim zu ersticken, war die Polizei am Samstagvormittag mit großem Aufgebot am Westbahnhof präsent. Dort standen sechs Aseag-Busse bereit, die die die Ruhrpottler schnurstracks Richtung Krefelder Straße kutschieren sollten. Unterdessen hatten sich ab 10.30 Uhr im Ganzen rund 300 Alemannia-Anhänger nicht weit entfernt, nämlich an der Pontstraße eingefunden, von denen manche wenig Zweifel an ihrer Gewaltbereitschaft ließen und diverse Böller zündeten. Auch dort stand die Polizei mit zahlreichen Beamten bereit.

Zug fährt am Westbahnhof durch

„Mit der Bahn war vereinbart, dass der Zug aus Essen im Fall der Fälle bis zum Hauptbahnhof weiterfahren sollte“, erklärte Polizeidirektor Christian Außem, der den Einsatz leitete, am Sonntag. „Allerdings wurde der ,Plan B‘ dann ohne weitere Absprache umgesetzt – so dass unsere Kräfte und die Fahrzeuge kurzfristig Richtung Bahnhof dirigiert werden mussten.“

Dort bestiegen die etwa 500 Essener die Busse unter den Augen der Sicherheitskräfte dann ohne größere Zwischenfälle. Unterdessen wurden vier Beamte leicht verletzt, während die Polizei auch die Alemannia-Fans vom Ponttor aus Richtung Tivoli eskortierte. Unbekannte hatten aus der Menge heraus Böller auf die Einsatzkräfte geschleudert. Die Beamten wurden kurzzeitig im Krankenhaus behandelt, konnten ihren Arbeitstag aber anschließend fortsetzen, berichtete Außem. Zu Festnahmen kam es nicht.

Auch nach dem 3:0-Erfolg „ihres“ Teams ließen etwa 80 Aachen-Anhänger ihren Aggressionen unterdessen freien Lauf. Sie versuchten, die Kontrahenten im Bereich des Parkhauses hinter dem Stadion in eine Schlägerei zu verwickeln – was die Polizei rechtzeitig verhinderte.

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