Aachen - Überraschungspaket mit Pianoelementen

Überraschungspaket mit Pianoelementen

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Will die Besucher mit Wort und Musik begeistern: die Pianistin Ursula Wawroschek. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Wo steht das Klavier?“, fragt Pianistin Ursula Wawroschek und gibt die Antwort gleich selbst: „Meistens doch an der Wand – es sei denn, es ist ein Flügel.“ Sie dreht sich um und singt gegen die Wand. „Könnten Sie sich vorstellen, dass ein Sänger so auf der Bühne steht?“

Seit „mehr als fünf Jahren“ lebt und arbeitet Ursula Wawroschek in Aachen als Pianistin und Komponistin. An der Universität Köln unterrichtet sie Klavier. Und: „17 Jahre war ich die Pianistin der ‚Fleddermäuse‘. Das prägt!“

Kabarettistischer Blick bleibt

Mit dem satirischen Blick der Musikkabarettistin hat sie „die Wiederkehr bestimmter Ereignisse im Leben einer Pianistin“ amüsiert wahrgenommen.

Mit der letzten Vorstellung der Aachener Kabarett-Formation in diesem Jahr hat sie nun einige Freiheiten gewonnen und ihr erstes Soloprogramm auf die Beine gestellt. „Solange es die ‚Fleddermäuse‘ gab, hätte ich das nicht gemacht. Aber ich werde doch jetzt nicht nicht mehr auf die Bühne gehen“, sagt sie lachend. „Als Musikerin hat man irgendwie ein missionarisches Bedürfnis. Das lässt sich zwar auch mit Beethoven und Brahms transportieren, aber das machen viele.“ Außerdem komponiere sie einfach gern. „Ich mag ich die Vielseitigkeit in der Musik. Ich könnte mir nicht vorstellen, nur noch als rein klassische Pianistin aufzutreten.“

„Diva-Abend …eine Pianistin ist auch dabei“ hat sie ihr Programm genannt, das im verregneten Sommer entstanden ist. Über den Inhalt mag Ursula Wawroschek allerdings nicht viel verraten. „Es wird Klavier gespielt, gesungen und meine Lieder werden zu hören sein“, tut sie geheimnisvoll. Das alles am Freitag, 19. Januar, um 20 Uhr in der Klangbrücke an der Kurhausstraße – ein passender Ort, wie die Musikerin findet, weil sie schließlich selbst eine Brücke baue zwischen Musik und Wort.

In jedem Fall sieht sie sich selbst eher nicht als Diva, „obwohl das wohl keine Frau sagen würde, von der andere sehr wohl denken: Diva.“ Ohnehin habe der Begriff einer Diva ja grundsätzlich zwei Seiten: „Die große Opernsängerin einer berühmten Oper wird anerkennend Diva genannt. Aber es gibt natürlich auch die zickige Diva, die ein empfindliches Pflänzchen ist und sich nicht richtig behandelt fühlt.“

Geschlechtsgebunden sei der Begriff auch nicht. „Es gibt auch männliche Diven“, ist Wawroschek überzeugt. Und es gebe auch immer die andere Seite, die auf die Allüren einer Diva eingehe.

Ein weites Feld also, mit dem die kreative Aachenerin locker einen Abend überaus unterhaltsam zu füllen weiß – Überraschungen inklusive.

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