Überraschungen nicht nur für Rekordläufer

Von: Andreas Steindl
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Auf die Plätze, fertig, los: 2500 Läufer gingen auf die Strecke des ATG-Winterlaufs. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wenn nächste Woche Sonntag die dritte Kerze am Adventskranz angezündet wird, hat Bernd Flaming bereits 18 Kilometer zurückgelegt. Nicht mit dem Auto, sondern mit seinen Füßen. Wie jedes Jahr seit seinem 15. Lebensjahr wird der 31-Jährige an diesem Sonntag um 11 Uhr im Stolberger Vichtbachtal stehen und auf den Startschuss zum Winterlauf warten.

Und nur die wenigsten der 2500 teilnehmenden Läufer werden wissen, dass da jemand neben ihnen läuft, der noch heute in den Bestenlisten des ausrichtenden Vereins ATG (Aachener Turn-Gemeinde) zu finden ist. Zum Beispiel hält er zusammen mit den Favoriten für den diesjährigen Winterlauf, Philipp Nawrocki sowie Veit Pult, seit 1994 den Vereinsrekord der B-Jugend über drei mal 1000 Meter (8:03,2 Minuten).

Und Laufen hat der junge Rechtsanwalt von der Pike auf gelernt: Angefangen mit dem „klassischen Dreikampf” Sprint, Ballwurf und Weitsprung landete Flaming schnell in der Leistungssportgruppe für die Mittel- und Langstrecke von ATG-Urgestein Wolfgang Glöde. Mehrmals in der Woche stand neben der Schule Training am Chorusberg auf seinem persönlichen Zeitplan.

Heute sieht der Zeitplan des Rechtsanwalts da schon etwas ruhiger aus, von seiner persönlichen Winterlaufrekordzeit (72 Minuten) wird der 1. Vorsitzende der ATG wohl zwischen 10 und 15 Minuten entfernt sein. Der frühere sportliche Ehrgeiz ist längst dem Genusslaufen gewichen. Freunde zu treffen, die zum Teil aus ganz Deutschland extra zum Winterlauf kommen, ist für Flaming wichtiger geworden, als gegen die Stoppuhr zu kämpfen.

„Der sportliche Ehrgeiz entwickelt sich höchstens noch während des Laufs”, erklärt Flaming. Wurde früher noch bis zu sechs Mal wöchentlich trainiert, reicht es heute berufsbedingt nur noch für ein Training. Und hier gibt Flaming sein Wissen dienstags an eine kleine Gruppe von Laufanfängern weiter - „mit dem Fernziel, den Winterlauf 2010 zu bestehen”.

Doch vorher wartet der 47. Winterlauf mit drei Überraschungen, die das Organisationsteam um Günter Drießen dieses Jahr für die Teilnehmer bereithält: „Ich habe gehört, dass eine Überraschung für die Seele, eine für den Kopf und eine für den Magen dabei sein soll”, ist auch der Vereinsvorsitzende nicht in alle organisatorische Details des Laufs eingeweiht. „Zwei Überraschungen gibt es erst, wenn die Läufer nach dem Rennen ihre Startnummer wieder abgegeben haben”, erklärt Drießen.

Der Lauf ist übrigens seit Wochen ausgebucht. Eine Startnummer haben sich auch Alemannia-Idol Erik Meijer und Alemannia-Präsident Alfred Nachtsheim gesichert. Auch sie werden wie die anderen 2498 Teilnehmer schon um 8.30 Uhr mit dem Bus zum Start gefahren. Bernd Flaming weiß die Zeit bis zum Start sinnvoll zu nutzen: „15 Minuten joggen, außerdem Gymnastik, Stretchen sowie Steigerungsläufe sind die richtige Vorbereitung”, so der erfahrene (Winter-)Läufer.

Und wenn Bernd Flaming dann planmäßig gegen 12.30 Uhr auf das Vereinsgelände läuft, wird er sich ganz besonders freuen, wenn er Günter Drießen kurz hinter der Ziellinie sieht: Der hat nämlich versprochen „seinen” Vorsitzenden mit marokkanischem Tee und frischem Obst zu empfangen.

Unter dem Motto „Von Haus zu Haus” erfolgt der Lauf am Sonntag, 13. Dezember, vom Western-Heim im Vichtbachtal zum ATG-Sportplatz am Chorusberg. Die Laufstrecke ist 18 Kilometer lang.

Der Start: für alle Altersklassen um 11 Uhr. Das Teilnehmerlimit von 2500 Startern wurde erreicht, die Anmeldung und Nachmeldung ist nicht mehr möglich. Die Ergebnisse sind am Abend der Veranstaltung im Internet abrufbar.

Startnummernausgabe: Drucks, Alexanderstraße 29, von Dienstag, 8. bis Freitag, 11. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr sowie am Sportplatz am Chorusberg am Samstag, 12. Dezember von 13 bis 17 Uhr und Sonntag, 13. Dezember, von 8 bis 9 Uhr. Startnummer ist deutlich sichtbar auf der Brust zu tragen und darf nicht geknickt werden, da sonst keine Zeitnahme möglich ist.

Transfer zum Start: Vom Chorusberg erfolgt die Abfahrt mit Omnibussen zum Startplatz. Die Busse fahren von 8.15 Uhr an (Anfahrt mit eigenem Fahrzeug nicht möglich).

Verpflegungsstelle: Stand der Gaststätte „Bahnhofsvision”.
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