Überfall auf Juweliergeschäft Küpper erneut vor Gericht

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Das Juweliergeschäft an der Ecke von Holzgraben und Ursulinerstraße hat einen guten Ruf, dies leider auch in Kreisen, die sich den Schmuck einfach nehmen und am Ende eben keine Kreditkarte zücken. So musste am Montag in Sachen Juweliergeschäft „Studio Küpper“ ein vor einem Jahr geführter Prozess noch mal neu aufgerollt werden, weil der Täter sich beim Bundesgerichtshof über die Höhe seiner Strafe beschwert hatte.

Es ging um eine Tat aus dem Jahr 2014. Bei dem blitzartigen Überfall von vier Tätern wurden Uhren im Wert von rund 850.000 Euro gestohlen.

Und am Mittwoch beginnt ein Verfahren vor dem Aachener Schöffengericht, bei dem sich ein Angeklagter verantworten muss, der mit zwei Komplizen in der Nacht des 26. August 2015 morgens gegen 5 Uhr mit einem Lieferwagen, einem VW-Bulli, in die Auslagen des Geschäfts von Juwelier Günter Frantzen gefahren war. Es war der dritte Überfall in knapp 15 Jahren, die Täter rafften erneut Uhren im Wert von etwa ­80.000 Euro zusammen. Die Polizei verhinderte den Abtransport in letzter Sekunde.

Für die Tat von 2014 hatte der heute 35-jährige Slatko P. wegen bandenmäßigen Raubs eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten Haft kassiert. Zu viel, wie er meinte – er legte Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) ein. Der verwies das Verfahren zurück an die 2. Große Strafkammer am Aachener Landgericht. Hier kam der Vorsitzende Richter Roland Klösgen am Montag in einem kurzen Verfahren schnell zu einem kaum abweichenden Strafmaß, Slatko P. muss jetzt sieben Jahre verbüßen.

Der BGH hatte bemängelt, dass die Begründung der Bandenzugehörigkeit sich auf eine ähnliche Tat des Angeklagten stützte, die aber bereits mehrere Jahre zurücklag. P. war im Aachener Fall der einzige gewesen, den man durch eine DNA-Spur im Fluchtwagen hatte identifizieren können.

So hatte P. denn auch nur zugegeben, den BMW gestohlen zu haben. Dieser Version folgte das Gericht nicht. Von den vier Tätern hatten drei das Geschäft gestürmt und hoch professionell innerhalb von nur drei Minuten mehr als 100 wertvolle Uhren eingesackt. Bereits 2001 war das Studio Küpper spektakulär überfallen worden.

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