Über die konkrete Gestaltung europäischer Lebenspraxis

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Aachen. Dass Lebenswege von jungen Leuten im heutigen Europa viele Chancen und Möglichkeiten bieten durch offene Grenzen, Ausbildungsprogramme und Freizügigkeiten bei der Wahl von Arbeitsplatz und Wohnsitz gilt den meisten Jugendlichen heute fast als selbstverständlich.

Die konkrete Gestaltung europäischer Lebenspraxis ist allerdings doch häufig mit Problemen und Schwierigkeiten verbunden, deren Lösung eine spezielle Kompetenz voraussetzt. Dieses Ziel beschäftigte 30 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, die an einem Workshop mit dem Titel „Kultur-Integration-Migration” an der Europaschule Rhein-Maas-Gymnasium teilgenommen haben.

Die Idee zu diesem Treffen entstand vor einem Jahr im Sozialwissenschafts-Unterricht an der gastgebenden Schule und führte zunächst dazu, dass zwei Schülerinnen sich in einem Wochenend-Crash-Kurs fit machten zum Thema Projektplanung und -management. Das Ergebnis ist, dass mit dem St. Bernardinuscollege (Heerlen) und dem Kgl. Athenäum (Eupen) zwei hoch motivierte Partner gewonnen wurden zur Behandlung einer Thematik, die für viele junge Europäer in gleicher Weise hohe Relevanz besitzt und so eine ausgezeichnete Möglichkeit zu grenzüberschreitender Kooperation bietet.

Fünf Projektgruppen

Einen Tag lang wurde in fünf Projektgruppen deutsch-belgisch-niederländische Teamarbeit verwirklicht. Orientiert an Fallsituationen und konkreten Problemlagen wie Asylfragen, Arbeitsplatzsuche, Diskriminierungsverbot, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Institutionen der EU, deren Zuständigkeiten, Tätigkeitsfeldern und den Rechtslagen.

Dazu wurden Dokumente und Verlautbarungen des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und der Vertretung des Landes NRW in Brüssel ausgewertet, die Akteure konnten auf moderne Medien wie Videobotschaften, Radiointerviews, DVD-Spots, etc. zurückgreifen, die von der Landeszentrale für politische Bildung zur Verfügung gestellt und durch geschulte Moderatoren in die intensive Projektarbeit eingebunden wurden.

Doch nicht nur die Gegebenheiten interner Regulierungen der EU fanden bei diesem Workshop Beachtung, sondern ebenso die Situation an den Außengrenzen. „Der Umstand, dass bis zu dem Zeitpunkt der Planung dieses Workshops mehr als 14500 Menschen an den Außengrenzen der EU als Flüchtlinge ihr Leben verloren haben, muss uns mit großer Sorge um das Schicksal von Migranten und um den Zustand unserer Gesellschaft erfüllen”, so Dr. Peter Hellmann, Stellvertretender Schulleiters des RMG, bei der Eröffnung der Veranstaltung. Auf einer Folgeveranstaltung noch in diesem Jahr sollen die Probleme der Asyl- und Integrationspolitik in der EU weiter vertieft werden.
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