Über 7000 Athleten schaffen den Rekord

Von: Marie Ludwig
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Strahlende Gewinner: Die besten Läuferinnen und Läufer feierten, unter ihnen Doppelsieger Mussa Hudrog, der auf der Bühne seinen Pokal gen Himmel streckte. Foto: Andreas Schmitter
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Sportlicher Herdentrieb: Über 7000 Läuferinnen und Läufer starteten gestern beim Firmenlauf. Foto: Andreas Schmitter
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Frenetischer Jubel: Die Athleten wurden vom Streckenrand eifrig angefeuert – und fotografiert. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bei strahlendem Herbstwetter heißt es am Freitag: Rein in die Sportschuhe und rund um den Teich für den guten Zweck! Die Vampires des Aachener American Football Clubs haben sich die erste Reihe gesichert und bringen sich in voller Montur – sogar mit Helm – in Schwung.

Hinter ihnen erstreckt sich ein Meer aus Köpfen. Noch zwei Minuten. Ein Trainer hopst auf einem Gerüst auf und ab und animiert zum Aufwärmtraining. Hektisch wechselt noch eine letzte Schaulustige mit Mops auf dem Arm auf die andere Straßenseite. Dann wird die Balustrade geschlossen. Gleich geht‘s los.

Auf die Millisekunde

Es ist der vierte Firmenlauf in Aachen, über 7000 Sportlerinnen und Sportler und insgesamt 487 Firmen nehmen am Lauf um den Hangeweiher teil – ein Rekord, und ein großer Organisationsaufwand. Deshalb haben schon in den frühen Morgenstunden die Aufbauarbeiten am Hangeweiher begonnen: Umkleiden, Duschen, T-Shirt-Ausgaben, Verpflegungsstände, Vereinsstände, Leinwände, aufblasbare Ziele und vor allem die Nummernausgabe. Denn in jeder Nummer ist ein kleiner Sensor mit großer Bedeutung enthalten.

Stephan Werland ist Messtechniker, und seine Geräte spielen heute eine entscheidende Rolle. Unter beharrlichen Pieps-Geräuschen ermitteln sie bis in auf die Millisekunde, wann welche Nummer gerade ins Ziel kommt.

Drei, zwei, eins – Peng. Die Pistole in der Hand von OB Marcel Philipp knallt und der Wettlauf (über 4,63 Kilometer) beginnt. Im Hechtstart setzen sich Vampires und Gefolge in Bewegung. Die frühere Bundesliga-Volleyballerin Karolina Bednarova gibt den Startschuss für den zweiten Lauf über 9,26 Kilometer.

Rund um den Hangeweiher kreist ein quietschbuntes Trikotmeer. Lila, Rot, Weiß, Grün. Der Zoll hat sich für leuchtend gelbe T-Shirts mit dem Aufdruck „Halt, Zoll! Bitte folgen!“ entschieden. Aber auch die Zuschauer haben sich in Schale geworfen.

Das Unterstützungsteam vom Pharmagroßhandel Geilenkirchen hat sich für seine zwölf Läufer extra mit leeren Kopfschmerztabletten-, Schmerzsalben- und Salbeibonbon-Verpackungen geschmückt und feuert kräftig an. Doch es geht nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um den guten Zweck.

Eine Spendensumme von 15.000 Euro wird an drei Förderprojekte für Kinder und Jugendliche gehen. Und es gibt prominente Rückendeckung: Musiker und TV-Star Joey Kelly läuft in Aachen mit.

Endspurt: Zur Motivation schwingen die Akrobatinnen des Turnvereins Richterich ihre glitzernden Pompons. Dann rennt Mussa Hudrog als erster Sieger durchs Ziel. Jubel bricht aus. Erleichtert laufen die Sportler und Sportlerinnen in die Arme ihrer Freunde und Familien.

„Es ist einfach ein Klassegefühl“, sagt Anne Lubjuhn. Sie hat für den Lauf hart trainiert und ist froh, es geschafft zu haben. Immer mehr kommen ins Ziel, entspannen an den zahlreichen Verköstigungsständen – und auf der Bühne funkeln schon die gläsernen Trophäen und warten auf ihre neuen Besitzer. Und, ja: Jetzt strahlt ncht nur die Sonne.

Einziger Schatten: Viele standen wegen des Massenandrangs und der Absperrungen im Stau – genauso wie der Firmenlauf-Shuttle-Service vom Bendplatz.

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