Aachen - Über 500 Kandidaten treten am 25. Mai an

Über 500 Kandidaten treten am 25. Mai an

Von: OliVer Schmetz
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Aachen. Die letzte Weichenstellung vor der Kommunalwahl war eine „kurze Fuffzehn“: Exakt von 14.05 bis 14.20 Uhr tagte der städtische Wahlausschuss am Freitag, um das Kandidaten-Tableau für den 25. Mai abzusegnen.

Die kurze Zeit reichte, um den Aachenern lange Namenslisten und eine ausgesprochen große Auswahl zu bescheren: Alleine 359 Kandidaten von zwölf Parteien treten in den 32 Wahlbezirken für die Wahl zum Stadtrat an, acht bewerben sich um den Posten von Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU), insgesamt 284 Namen stehen auf den Wahlzetteln für die Wahl der sieben Bezirksvertretungen in Aachen-Mitte, Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster/Walheim, Laurensberg und Richterich.

Zieht man die Mehrfachkandidaturen ab – manche Politiker bewerben sich für Sitze im Rat und in den Bezirksvertretungen – und zählt die weiteren Namen auf den Reservelisten dazu, stehen alleine für OB-Amt, Rat und Bezirksvertretungen über 500 Aachener zur Wahl. Ganz zu schweigen von den Vorschlägen für die Wahlen zum Städteregionsrat, Städteregionstag und nicht zuletzt für die Europawahl, über die der städtische Wahlausschuss Freitag nicht zu befinden hatte.

Und es hätten sogar noch mehr sein können: Doch zehn Kandidaten der Partei „Die Partei“ konnten nicht die notwendigen Unterstützungsunterschriften vorweisen, und bei einem Bewerber der Alternative für Deutschland (AfD) fehlte die eigene Unterschrift. Er hatte keine Zustimmungserklärung abgegeben. Wegen dieser Mängel gucken sie am 25. Mai nun in die Röhre und dürfen nur selber Kreuzchen machen.

Bemängelt wurde seitens der Politik außerhalb des Protokolls auch, dass die rechte Partei „Pro NRW“ bereits fleißig Plakate klebt. Vom Zeitpunkt her sei dies zwar in Ordnung, hieß es bei der Stadt. Schließlich darf man drei Monate vor der Kommunalwahl plakatieren. Allerdings hätten die Rechtspopulisten gleichwohl geltendes Recht missachtet, weil sie keine Genehmigung beantragt hätten, erklärte Rita Klösges vom städtischen Presseamt: „Deshalb haben wir eine Ordnungsverfügung gegen das Plakatieren verhängt.“

Vielleicht sollten sich die Ultrarechten und die mangelhaften Bewerber zumindest in formalen Fragen ein Beispiel an den 65 Kandidaten für den Integrationsrat nehmen, die am 25. Mai von rund 27.000 nicht-deutschen und eingebürgerten Aachenern gewählt werden können. Denn bei denen gab es laut Stadt „keine Verspätungen und keine Mängel“.

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