Aachen - Über 1000 Läufer gehen im „schönsten Stadion der Welt“ an den Start

Über 1000 Läufer gehen im „schönsten Stadion der Welt“ an den Start

Von: Marvin Brzustowski
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Beste Bedingungen: Bei strahlendem Sonnenschein gingen die jungen Teilnehmer des 15. Aachener Benefizlaufs am Sonntag auf die Strecke. Foto: Andreas Schmitter
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Gute Stimmung herrschte bei den Mädchen während der Siegerehrung... Foto: Andreas Schmitter
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... ebenso wie bei den Rollstuhlfahrern, die an den Start gingen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Fünf, vier, drei, zwei, eins, Start!“, schickt Manfred Xhonneux vom Runner Shop das Starterfeld in den 10.000-Meter-Volkslauf. „500 Teilnehmer im Hauptlauf. Das ist Rekord. Trotz Sommerferien so hohe Teilnehmerzahlen zu erreichen – das ist einfach toll!“, freut sich Xhonneux über den Zuspruch. Der Benefizlauf kommt einfach an.

Bereits zum 15. Mal luden die Organisatoren Xhonneux und Ralf Hagen, Vorsitzender des Vereins „Lustlauf Mein Verein“, zum Benefizlauf in das Waldstadion. Der Aachener Benefizlauf ist eine der ältesten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Nicht sportliche Spitzenleistung, sondern „Mitlaufen für die gute Sache“ steht hier im Vordergrund. In diesem Jahr teilen sich die Hospizstiftung der Region Aachen und der „Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Aachen“ den Erlös.

Das Motto des Benefizlaufs war spürbar. Die Gemeinschaft stand im Fokus – der Sport war verbindendes Element. „Nur wer sich selbst fit hält, hat auch die Kraft, andere zu unterstützen“, erklärt Xhonneux. Die Möglichkeit, etwas für sich und andere zu tun, hatte am Sonntag jeder. Dank des breiten Angebots mit Bambini-, Schüler-, Jedermann-, Volks- und Nordicwalkinglauf war für jede Alters- und Leistungsgruppe etwas dabei. Eine Besonderheit des Benefizlaufs: Nach großer Resonanz im Vorjahr fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal das Rolli-Rennen über 800 Meter statt.

Die Atmosphäre im „schönsten Stadion der Welt“ (Xhonneux) war hervorragend. Von Jubel und lautem Applaus begleitet, starteten die Läufer des 10 000-Meter- Volkslaufs in die erste von zwei Runden rund um das Waldstadion.

Kurz vor 14 Uhr, rund 34 Minuten nach dem Startsignal, wurde es auf der Tribüne noch einmal so richtig laut: Mussa Hudrog, Läufer der Aachener TG, machte „den Flieger“ und bog lächelnd auf die Zielgerade ein. Verfolger suchte der Zuschauer vergeblich – wieder einmal. Hudrog, der eine Woche zuvor bereits den Tivoli-Lauf dominierte, schien der Sieg über 5000 Meter beim Benefizlauf nicht zu genügen, also trat er über die 10.000 Meter gleich noch einmal an.

Der Öcher Leichtathletik-Fan weiß: Ist Mussa mit von der Partie, hat es die Konkurrenz schwer. Dass es beim Aachener Benefizlauf aber um mehr als schnelle Runden geht, betonte auch der Ausnahmesportler und Doppelsieger des Tages: „Der Benefizlauf ist etwas ganz Besonderes. Für mich war das sehr wichtig, hier wollte ich unbedingt dabei sein. Ein Lauf war mir da nicht genug.“

Im vergangenen Jahr konnten 15.000 Euro für soziale Zwecke gestiftet werden. Ohne das Engagement der Organisatoren, der freiwilligen Helfer und der Sponsoren wäre dies sicherlich nicht zu realisieren gewesen. Alle Sponsoren sowie die beiden Spendenempfänger schickten ihre eigenen Teams ins Rennen. Am Ende eines langen und erfolgreichen Lauftages stand fest: Hier und Heute sind alle Sieger!

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