Aachen - U3-Betreuung: Versorgung von 50 Prozent bald in Sichtweite

U3-Betreuung: Versorgung von 50 Prozent bald in Sichtweite

Von: Karolin Cremer-Kruff
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Aachen. Ein klares „Ja“ auf die Frage „Erhält jedes Elternteil, das einen U3-Platz für sein Kind beantragt, auch tatsächlich einen Platz?“ hört sich anders an.

Dennoch lässt Susanne Schwier verlauten: „Der Elternwunsch steht an oberster Stelle. Und wir sind uns sicher, dass wir allen Eltern in Aachen in diesem Bereich gerecht werden.“

Als Dezernentin der Stadt Aachen für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport stützt sie ihre Aussage auf eine von der Verwaltung entwickelte aktuelle Kindertagesstättenentwicklungsplanung. Diese soll am 3. März in einer Sondersitzung des Kinder- und Jugendausschusses vorgestellt werden. Dieser hatte in der letzten Sitzung die Verwaltung beauftragt, die Planungen noch einmal zu überarbeiten. Gesagt, getan.

Eines vorweg: Aachen ist, was das Angebot der Ü3-Betreuung betrifft, in einer komfortablen Lage. Dies bestätigen laut Heinrich Brötz, Fachbereichsleiter Kinder und Jugend, auch Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes. Das Angebot liegt in den meisten Bereichen bei fast 100 Prozent. Nun geht es an die U3-Plätze. Und das nicht ohne Grund: Ein Rechtsanspruch der Eltern auf einen solchen Platz ist in Kraft getreten. Zudem muss bis zum 15. März dem Landesjugendamt auch aus Aachen ein verbindlicher Kindertagesstättenentwicklungsplan für das Kindergartenjahr 2015/16 vorgelegt werden, um Landeszuschüsse zu erhalten.

Für das kommende Kindergartenjahr sollen demnach 102 zusätzliche U3-Plätze in KiBiz-geförderten Kitas geschaffen werden, hinzu kämen weitere 50 Plätze in der Kindertagespflege. Darin enthalten wären sieben neue Plätze im U3-Bereich für Kinder mit Behinderungen. Summa summarum würde dies einer Versorgungsquote von 43,63 Prozent im neuen Kindergartenjahr, welches am 1. August beginnt, entsprechen – wenn der Plan de facto umgesetzt würde.

Das Ziel: Eine Quote von 50 Prozent im Jahr 2017. „In unserem Plan handelt es sich um realistische und auch umsetzbare Zahlen, welche in den kommenden Jahren weiter stabilisiert werden sollen. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht“, erklärt Schwier. In diesem Zusammenhang zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab: 85 Prozent der Eltern, welche einen U3-Platz für ihr Kind in Aachen suchen, wünschen sich eine 45-Stunden-Betreuung pro Woche, lediglich 15 Prozent eine 25- bzw. 35-Stunden-Betreuung. Zum Vergleich: Im Ü3-Bereich beantragen nur 75 Prozent der Eltern einen 45-Stunden-Platz für ihr Kind.

Eine Bedarfsanalyse, die von der Verwaltung durchgeführt wurde, offenbarte zudem, dass bei 88 derzeit bestehenden U3-Betreuungsplätzen ein Wechsel auf die 45-Stunden-Woche in Zukunft gewünscht wird. „Diesem Wunsch möchten wir im nächsten Kita-Jahr ebenfalls stattgeben“, verspricht Schwier. Deutlich wird aber auch, dass der Passus „Elternwunsch“ sich in erster Linie auf den Platz selbst und auf die Anzahl der Betreuungsstunden stützt. Die Wahl einer bestimmten Kita ist in diesem Zusammenhang erst einmal zweitrangig.

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