Aachen - TV-Star taucht im „Last Exit” auf

TV-Star taucht im „Last Exit” auf

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
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Maulwurf und Gitarre in alter Heimat: TV-Comedian und Puppenspieler René Marik gab am Montagabend ein Gastspiel in der Szene-Kneipe „Last Exit” - wo vor Jahren seine Karriere begonnen hatte. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Viele Gäste in der proppenvollen Szene-Kneipe „Last Exit” an der Mörgensstraße wollten erst der Facebook-Community, dann ihren eigenen Augen kaum trauen. Aber da stand er am Montagabend ab 21 Uhr tatsächlich: René Marik, der TV-Comedian und begnadete Puppenspieler, der mit seinem Maulwurf samt Blindenbinde bundesweit tausende zahlende Comedy-Fans zählt - und zwar pro Gastspiel.

Am Montagabend gab´s den brillanten Puppenspieler mit seiner Show in der Kaiserstadt für ganz kleines Geld. Und Marik - inklusive sprachgestörtem „Maulwurfn”, angehimmelter Barbiepuppe („de Barbe”), „Rapante” (Rapunzel) und „Schneewante” (Schneewittchen) - war grandios aufgelegt.

Das junge Publikum, das meist erst am Vortag via Internet-Lauffeuer von dem Auftritt in der Eckkneipe erfahren hatte, war restlos begeistert. Noch mehr als die Fans vor einigen Wochen im ausverkauften Eurogress. Denn in der Kneipe war am Montagabend jeder - zwangsläufig - ganz nah an den Figuren und Mariks Stimme dran.

Mariks Gastspiel hatte „Last Exit”-Gastronom Marcus Loos fast geheim organisiert. „René ist hier schon vor rund sechs Jahren, als ihn noch kaum jemand kannte, mehrfach mit seiner Show bei uns im ganz kleinen Rahmen aufgetreten”, erklärte Loos. „Und daran konnten wir jetzt tatsächlich mit diesem Wahnsinns-Event anknüpfen. Klasse, dass diese Überraschung geklappt hat”, sagte er.

Seine teils brachial humoristischen Mini-Dramen über dem schwarzen Vorhang lösten bei den Besuchern regelrechte Zwerchfell-Koliken aus. Ein paar Neugierige beobachteten das Schauspiel - tonlos, aber nicht weniger amüsiert - durch ein Eckfenster quasi von hinten. Und vor der Türe hatte Loos eigens eine Leinwand installiert und das Schauspiel nach draußen übertragen. Auch das war ein faszinierender Augenschmaus, denn der verrückt-kreative Marik erhielt 1999 sein Puppenspiel-Diplom an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch” in Berlin. Der Mann ist Profi durch und durch.

In einem Punkt muss die Online-Gemeinde aber seit am Montag umdenken. Denn laut Wikipedia liegen Mariks Comedy-Wurzeln in Halle und Jena. Jetzt weiß jeder, dass die komödiantische Herkunft des gebürtigen Westerwälders das „Last Exit” ist - ganz weit im Westzipfel der Republik.
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