Turnier im Klömpchensklub zu Gunsten von Schülern im Kongo

Von: Paula Schönfelder
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Setzen auf ein gutes Blatt: Alois Poquett sowie Elisabeth und Manfred Paul (rechts) freuen sich aufs Doppelkopfturnier. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Dieses Jahr feiern die Veranstalter „Silberhochzeit“: Doppelkopf-Liebhaber spielen Runde für Runde um den Sieg – und für den guten Zweck. Das Doppelkopfturnier – zum ersten Mal im frisch renovierten Klömpchensklub der Alemannia im Tivoli – findet zu Gunsten von Schulkindern im Kongo am Freitag, 10. März, in der Zeit von 19 bis etwa 22 Uhr statt.

Nun schon zum 25. Mal treffen sich von blutigen Anfängern bis Profis alle, die Doppelkopf schätzen. Das Turnier besteht aus drei Runden. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass die Spieler jede Runde neuen Mitspielern gegenüber sitzen. „Dabei entstehen auch schon mal neue Freundschaften“, erzählt Alois Poquett, Geschäftsführer der „Wabe“ in der Diakonie und Betreiber des Klömpchensklubs.

Er hatte 2011 auch die Idee, aus dem Spiel ein richtiges Turnier zu machen und das Startgeld von zehn Euro zu spenden. So kommen pro Turnier, bei denen im Schnitt immer 40 Teilnehmer mitspielen, um die 400 Euro herum. Nach 24 Turnieren ergibt das eine stattliche Summe von 9600 Euro, die Poquett einem guten Zweck zur Verfügung stellt.

Nach einer Reise in das zentralafrikanische Land gründeten Elisabeth und Manfred Paul 1996 den Verein „Pro Kongo ya lobi“. Die beiden und der Aachener Lehrer Willy Kuyitila, der selbst aus dem Kongo stammt, sammeln mit ihrem Projekt Spenden, um Kindern im Kongo Bildung zu ermöglichen. „Wir haben jetzt 30 Patenkinder im Kongo, die wir unterstützen. Aber auch die Schulen bekommen von uns ganz viele Materialien und technische Ausstattung“, erzählt die stellvertretende Städteregionsrätin und Grünen-Politikerin.

Im Kongo gibt es keine Schulpflicht, dafür jedoch hohe Kosten für Bildung, die Eltern für ihre Kinder häufig nicht aufbringen können. „Wir haben auf unserer Reise ganz viele begabte Kinder getroffen, die zwar zur Schule gehen wollen, es aber gar nicht können“, erzählt auch ihr Mann. „An diesen Strukturen wollen wir etwas ändern.“ Das Ziel sei, dass die Kinder in ihrem Land bleiben können.

„Es geht nicht darum, die Schüler nach Deutschland zu holen“, stellt Manfred Paul klar. „Die Bildung im Land muss genutzt werden, und die Kinder sollen dort so gut leben können wie hier.“ Das war es auch, was Alois Poquett an dem Projekt begeisterte. Das Verständnis für andere Kulturen zu fördern sei wichtig, so Poquett.

„Viele Spieler kommen extra wegen des guten Zwecks“, sagt er. Der Klömpchensklub sei dafür der ideale Ort. Nach gründlicher Renovierung, bei der unter anderem die Beleuchtung, die Theke und die gesamte Optik erneuert wurden, können ab jetzt nicht nur Fans der Alemannia hier wochentags von 11 bis 15 Uhr einkehren.

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