Turnhallenbau: Doppelter Gewinn für das Vereinsleben

Von: Günther Sander
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Brand. Gegen die „schweren Vorwürfe“, die von der Bürgerinitiative zum Thema „Abbaggern des alten Friedhofs“ gemacht wurden, wehren sich einhellig alle Fraktionen in der Brander Bezirksvertretung. Von „Unwahrheiten“ und „Blödsinn“ ist die Rede.

Derzeit wird auf einem Teil dieses Friedhofes an der Eschenalleee eine neue Turnhalle für die Marktschule errichtet. Für das Vereinsleben in Brand ein doppelter Gewinn, urteilt die Verwaltung. Anderer Meinung ist die Bürgerinitiative, sie spricht von „Frevel und Verhöhnung der Toten.“ Bezirksbürgermeister Herbert Henn (CDU) und Vertreter der Fraktionen stellten den „wahren Sachverhalt“ klar.

Alle städtischen Ausschüsse und die Bezirksvertretung hätten in den letzten Jahren mehrheitliche Beschlüsse für den dringendst erforderlichen Bau einer Turnhalle gefasst. Die Bürgerinitiative koche aber permanent die Angelegenheit hoch, verbreite Unwahrheiten. „Wir gehen pietätvoll mit den Arbeiten damit um.“ Schließlich, so Henn, werde nach demokratischem Recht verfahren.

Peter Blum (FDP) betont, dass es um die Zukunft der Kinder in Brand gehe und ist verärgert über die Verbreitung falscher Argumente seitens der Bürgerinitiative. Es werde ein Mehrheitsbeschluss in die Tat umgesetzt. Dieter Müller (SPD) sieht die neue Halle auch als einen Ort der Integration über den Sport. Und Peter Tillmanns (CDU) weist Vorwürfe wie „Verhöhnung der Toten“ strikt zurück. Das Gegenteil sei der Fall, denn es gebe auf Friedhöfen kein „ewiges Ruherecht.“ Die Kirchengemeinde St. Donatus habe keine Probleme damit, dass auf dem alten Friedhof eine Halle errichtet werde.

Ganz besonders verwahre man sich gegen unberechtigte Vorwürfe, dass Frevel begangen werde oder Tote gar verhöhnt würden. Alle Bauarbeiten würden pietätvoll und umsichtig durchgeführt. Das bestätigt der Stadtbetrieb, der mit der Maßnahme beauftragt worden sei. Das Ausbaggern habe zwar begonnen, aber gebaut wird erst im Frühjahr 2014 (wegen der Witterung und Bodenverhältnisse). Die Gebeine, wenn sie gefunden werden, sollen in Handarbeit aufgesammelt und in einen Behälter aufbewahrt werden. Sie werden später auf dem Ehrenfriedhof eine neue Ruhestätte bekommen, mit einem Gedenkstein, sagt Herbert Henn. Und weil der Stadtbetrieb mit fachlich geschultem Friedhofspersonal arbeite, werde Pietät streng gewahrt.

Die neue Halle für die Marktschule bekommt ein 15 mal 27 Meter großes Spielfeld, zwei Umkleideräume, Duschen, Geräteraum und Nebenräume, die allen Bedürfnissen des Schulsports gerecht werden. Sie kann zudem auch für Basketball, Volleyball, Fußball, Gymnastik, Behindertensport und Karate genutzt werden. Für das Brander Vereinsleben „ein doppelter Gewinn.“

Die Sportvereine und auch die Brander Wehr erhalten eine Spielstätte, die alle Bürger und Vereine nutzen können. Die Halle wird dringendst benötigt. Außerdem erhält die Marktschule dann die ebenso dringend notwendige Aula für den Schulbetrieb.

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