Aachen - TÜV-Test: Aachener Spielplätze lebensgefährlich?

TÜV-Test: Aachener Spielplätze lebensgefährlich?

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Fünf Aachener Spielplätze hat der TÜV Rheinland unter die Lupe genommen. Und gleich in zwei Fällen Alarm geschlagen: „Lebensgefahr”, so das vernichtende Urteil der Prüfer.

Betroffen davon sind die Spielplätze Am Lavenstein in der Nähe des Boxgrabens und in der nahe gelegenen Paugasse. Beim Spielen auf den dortigen Kombigeräten könnten sich die Kinder strangulieren, so die Prüfer, die bundesweit 75 Spielanlagen im Auftrag der Zeitschrift „Bild der Frau” getestet haben.

Auch die anderen drei analysierten Aachener Spielplätze Jägerstraße, Hauptstraße und Tittardsfeld schneiden schlecht ab. Zahlreiche Mängel werden aufgelistet, die allerdings nicht als lebensgefährlich eingestuft werden. Für die Paugasse aber empfehlen die Tester die sofortige Schließung der gesamten Anlage, für den Lavenstein die Sperrung des Kombi-Spielgeräts.

Die Stadt reagierte sofort, wie Axel Costard vom Presseamt auf Anfrage sagt. Die betreffenden Geräte auf den beiden Spielplätze seien vorübergehend gesperrt worden. „Vorsorglich”, setzt er hinzu. Denn dass eine Lebensgefahr besteht, das bestreitet die Stadt. Dass sich Kinder strangulieren könnten, sei „höchst unwahrscheinlich”. Am Donnerstag seien die betreffenden Geräte bereits in Augenschein genommen worden. Eine eingehenden „Sonderbegutachtung” soll folgen.

Sie seien mittlerweile 25 Jahre alt - und seinerzeit selbstverständlich vom TÜV abgenommen worden. Costard räumt ein, dass heute wahrscheinlich andere Normen anzulegen seien, man habe aber vom TÜV nie mitgeteilt bekommen, dass diese Geräte nicht mehr den Erfordernissen entsprechen. Bei den anderen festgestellten Mängeln sieht die Stadt durchaus ebenfalls Handlungsbedarf. „Sie werden natürlich abgestellt”, so Costard.

Insgesamt, so der städtische Sprecher, würden die über 300 Aachener Kinderspielplätze allerdings sehr wohl intensiv überprüft. Eine entsprechende Anweisung gebe es schon seit 2001. Demnach findet wöchentlich eine „Sichtkontrolle” statt, auf stark frequentierten Spielplätzen sogar eine tägliche. Alle vier Wochen wird noch genauer hingeschaut und einmal im Jahr gibt es eine große „Generalinspektion”.
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