Trump erobert auch den Saalbau Kappertz

Von: Max Stollenwerk
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Der „Neue“ schaut auch mal rein: eine etwas andere Hommage an einen gewissen Donald Trump. Foto: Andreas Schmitter
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Hello goodbye: Wenn die „Kappes“-Künstler die Weltpolitik erobern, darf dabei natürlich auch der „Brexit“ nicht fehlen. Hier geben die Herren vom Aachener Wall Street Theatre ihre gewohnt eigenwillige „Stellungnahme“ ab – nicht nur zur Freude der Moderatoren Michael Dannhauer und Thorsten Neumann. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der Narrhallamarsch erklingt zum Einmarsch, der alte Saalbau Rothe Erde, besser bekannt als „Kappertz-Hölle“, ist bereits mit Plakaten für den Kappesball 2017 ausgestattet und das Ensemble steckt mitten in den Vorbereitungen: Der vierten Auflage des Kappesballs steht nichts im Wege.

„Im ersten Jahr waren wir die Neuheit, im zweiten Jahr waren wir Kult, im dritten Jahr sind wir Tradition. Und ab jetzt müsste es so laufen wie in der Volksmusik: Will keiner sehen, aber alle rennen hin.“ So amüsant und selbstironisch erklärt Ensemblemitglied Michael Dannhauer und gemeinsam mit Thorsten Neumann Moderator des alternativen Karnevals, das Erfolgsrezept des noch jungen Formats im Aachener Karneval.

Jetzt stand in der legendären „Kappertz-Hölle“ die Präsentation der Protagonisten sowie des neuen Programms an. Passend zum Start in die Session bekam das Publikum eine kleine Darbietung als Vorgeschmack geboten. Mit geschärftem Blick auf die Weltpolitik eröffnete Dannhauer die Präsentation mit der Anmerkung, dass es in Amerika durch die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten „nun keinen Unterschied mehr zwischen realer Politik und Satire“ gebe.

Das Publikum wartete derweil gespannt auf das Kappes-Ensemble, das dann einen kleinen Einblick ins neue Programm gab. Unter dem Motto „Die Satire-Hölle im Karneval“, verlas der Erfinder des Kappesballes, der „lange Meikel“ (Michael Freialdenhoven), ein Kurzgedicht auf einer überdimensional langen Papierrolle. Das Duo Diagonal aus Bochum (Deana Kozsey und Holger Ehrich) trat ganz ohne Worte auf und überzeugte durch Mimik, Gestik und Artistik.

Ein Double von Donald Trump war brandaktuell nach der US-Wahl auch in Aachen mit von der Partie. Der neue US-Präsident wurde von Necip Tokoglu imitiert, der sein neues Buch „Mein Trumpf“ vorstellte. Natürlich durfte auch das „Öcher Original“ Kurt Rademacher nicht fehlen, der für die Öcher Mundart steht. Dannhauer und Neumann, die als „Hoppla- das Duo“ fester Bestandteil der Auftritte sind und sich spaßeshalber die „erfolgreichsten Newcomer Aachens seit 20 Jahren“ nennen, übernahmen die Moderation und kündigten mit dem „Wallstreet Theatre“ bereits den nächsten Höhepunkt an. Christian Klömpken und Andreas Wiegels wurden dazu passend mit der englischen Nationalhymne begrüßt, bevor sie mit deutsch-englischem Humor über den Brexit oder den berühmten englischen Tee philosophierten.

Bei der Präsentation des neuen Programms ging es nun Schlag auf Schlag. Dannhauer betrat die Bühne nochmals als Präsident der „KG Lustige Semmelbrösel“ und hielt eine Dankesrede der etwas anderen Art auf sich selbst. Nicht nur er, sondern auch alle anderen Darsteller wurden musikalisch von Band „the four shops“ begleitet, in der Sören Leyers und Andy Zingsem an diesem Abend Geige und Trompete übernahmen. Als Schlusspunkt war das gesamte Ensemble auf der Bühne versammelt und intonierte den „Kappesball-Song“ unter dem Titel „Klenkes in the Air“, bevor der Kartenvorverkauf noch am gleichen Abend im Saal startete.

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