Aachen - Trotz des jungen Alters reich an Erfahrung

Trotz des jungen Alters reich an Erfahrung

Von: Gerd Simons
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Funken auf einer Wellenlänge: Kevin Bernardo und Kim Gaubis (rechts) bilden die neue Formation „Lights Out“. Foto: René Büttgen

Aachen. Der Stawag Music Award geht in die zehnte Runde. Am Sonntag, 15. September, werden sich ab 14.30 Uhr auf der Marktbühne vor dem Rathaus sechs Nachwuchsbands vor großem Publikum im Rahmen des „September Special“ dem Urteil der Jury stellen. Der Gewinner-Band winkt ein Aufnahmetag in einem Tonstudio sowie ein Support-Auftritt für eine bekannte Band.

Zusätzlich gibt es Geldpreise. Die Finalisten des diesjährigen Awards: Camarel, Lights Out, Best Before End, LEAC, Raffzahn & The Hihis und Bernhard Gerards als Solokünstler.

Licht aus, Spot an! Mit diesem Slogan aus der ZDF-Musiksendung „Disco“ aus den 1970er Jahren kann die „Firmenbezeichnung“ des neuen Duos „Lights Out“ bestens umschrieben werden. „Wenn wir kommen, geht das Licht aus – und hoffentlich gehen die Spots an“, lacht Kevin Bernardo. Gemeinsam mit seinem drei Jahre jüngeren Mitstreiter Kim Gaubis hat der 24-jährige Sänger musikalisch schon manche Schlacht geschlagen – so in der Band Ben Fortune, in der beide erfolgreich gewerkelt haben. Ben Fortune sei nach vierjähriger Arbeit vorläufig auf Eis gelegt, da die Musiker sich zunächst intensiv um ihre Lebensentwicklung, wie etwa um Studium und Beruf kümmern wollten, erzählt Bernardo, der jetzt mit Gaubis intensiv an den Liedern für „Lights Out“ arbeitet: „Wir sind bisher im kleinen überschaubaren Rahmen aufgetreten.“

Publikum soll auf den Putz hauen

Die Teilnahme am Finale des Awards ist der bisherige Höhepunkt der jungen Geschichte des Duos, das nicht in die Singer-/Songwriter-Schublade möchte, sondern eher das Markenzeichen Akustik-Indie-Pop für sich beansprucht. „Unsere Musik kommt aus dem Independent-Bereich. Wir legen Wert auf rockige Elemente, unsere Mucke muss extrem tanzbar sein“, fügt Kim Gaubis hinzu. Die Songs seien simpel strukturiert, damit das Publikum mitmachen und auf den Putz hauen könne, erläutern die beiden Musikenthusiasten die Marschrichtung. „Wir sind kreativ mit einer Gitarre und einer Stimme und wir wollen vielfältig klingen“, bringt es der Steuerfachangestellte Kevin Bernardo, der im fünften Semester berufsbegleitend Steuerrecht studiert, auf den Punkt. „Wir sind alles, nur nicht langweilig – davon kann sich unser Publikum überzeugen.“

Den Zwei-Personen-Klangkörper hat „Lights Out“ gewählt, da hier Entscheidungen schneller getroffen werden können und Kevin Bernardo und Kim Gaubis musikalisch die gleichen Vorstellungen haben und auf einer Wellenlänge funken.

Beim Stawag Award sind der Sänger und der Gitarrist alte Hasen. Kevin Bernardo hat bereits 2010 mit Ben Fortune am Band-Contest teilgenommen, und Kim Gaubis rockte 2011 und 2012 mit „The Seed & The Crowbar” die große Bühne auf dem Marktplatz.

Für beide wird die Finalteilnahme dennoch ein großes Ereignis: „Wann hat man als lokale Band schon die Chance, auf so einer Bühne zu stehen und bei passendem Wetter vor gefühlten 5000 Zuschauern auftreten zu dürfen“, beantworten sich die sympathischen Akteure selbst die Frage. Es sei gigantisch und man genieße jeden Augenblick auf der Bühne, freut sich Bernardo auf seine zweite Finalteilnahme. „Wir sind unerwartet ins Finale gekommen, und alles was jetzt passiert, gehört in die Abteilung Kür.“

„Mit viel Energie einheizen“

„Wir haben keine Angst vor dem Finale, weil wir wissen, wie es läuft. Wir wollen das Publikum erreichen und die Jury von unseren Qualitäten überzeugen“, sagt Gaudis, der auf dem Euregio-Kolleg das Abitur machen wird. „Wir werden zwar immer in die Schublade Singer-/Songwriter gesteckt, aber wir sitzen beim Finale nicht auf zwei Barhockern vor unseren Mikrofonen, sondern werden mit unseren Songs und Texten, die sich mit Herz-Schmerz und autobiografischen Themen befassen, mit viel Energie einheizen. Darauf können sich alle einstellen!“

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