Trotz Atempause: Etliche Turnhallen stehen weiter bereit

Von: mh
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Auch das Notquartier für rund 1000 Flüchtlinge am Westbahnhof nimmt seit Montag Gestalt an: Ab 1. Februar sollen an der Süsterfeldstraße zunächst 200 Menschen Unterkunft finden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Gemessen an den Verhältnissen in den späten Herbsttagen stellt sich die Situation im Hinblick auf die Unterbringung von Asylsuchenden zum Jahresbeginn geradezu entspannt dar – noch. Von 1060 provisorischen Betten, insbesondere in Turnhallen, waren Montag lediglich 163 belegt.

Aktuell leben knapp 2560 regulär zugewiesene Flüchtlinge in Aachen, rund 1300 in Einzelwohnungen, die übrigen in etlichen städtischen Objekten wie Teilen des Bushofs oder ehemaligen Schulgebäuden. Nach einer längeren Atempause über die Feiertage werden allein bis Ende der Woche allerdings 400 Menschen erwartet, die zunächst in den Noteinrichtungen des Landes unterkommen, berichtet Evelin Wölk vom Presseamt. Zudem muss bis Freitag 109 Flüchtlingen längerfristig eine Bleibe zur Verfügung gestellt werden, die offiziell zugewiesen sind. Die Schaffung weiterer Quartiere steht nach wie vor im Fokus der städtischen Immobilienmanager.

In Landesregie ist am Montag zudem der Startschuss zur Errichtung von vier Leichtbauhallen auf dem Gelände des Westbahnhofs gefallen. Dort sollen im Ganzen bis zu 1000 Personen einziehen, bevor sie eine konkrete Zuweisung erhalten. Ab Februar will das Land auf dem Areal an der Süsterfeldstraße laut Bezirksregierung Köln zunächst voraussichtlich etwa 200 Menschen einquartieren.

Als weitere Herberge für zugewiesene Flüchtlinge hat die Stadt zum 1. Januar ein rund 1000 Quadratmeter umfassendes Gewerbeobjekt an der Debyestraße 171 gemietet, das ab März bis zu 60 Personen Platz bieten soll. Das ehemalige Logistikzentrum der Telekom an der Roermonder Straße beherbergt bereits seit einigen Wochen 40 Asylsuchende. Der zweite Bauabschnitt zur Herrichtung des Objekts für weitere rund 190 Personen soll im März beendet sein.

An der Adenauerallee starten Mitte Januar die Vorbereitungen zur Ansiedlung von 52 sogenannten „Space-Boxen“, die voraussichtlich ebenfalls Mitte März bezugsfertig werden. Gleich nebenan, auf dem Gelände der Leo-Löwenstein-Kaserne am Kornelimünsterweg, sollen bis Monatsende nochmals 104 Container-wohnungen entstehen, weitere 164 sind dort bis März geplant. Und auch die Errichtung von „Space-Boxen“ an der Laachgasse und auf dem Kronenberg steht weiter auf der Agenda, so Wölk.

Handlungsspielraum bleibt so vor allem im Hinblick auf die schnelle Einquartierung von Menschen, die oft genug praktisch über Nacht im Grenzland ankommen. Sie können zunächst unter anderem in der Turnhalle Königstraße, dem ehemaligen Labortrakt der Grundschule Kaiserstraße, der ehemaligen Kita am Kronenberg sowie im Haus der Jugend in Kalverbenden und im Ex-Versorgungsamt in der Turpinstraße Unterschlupf finden. Gleichwohl müssen weitere Kapazitäten in Turnhallen zwangsläufig bereitgehalten werden, betont Wölk. Konkret sind dies derzeit die Hallen Barbarastraße, Reumontstraße, Rombachstraße, Vetschauer Straße, Peliserkerstraße, Saarstraße, Höfchensweg und Philipp-Neri-Weg.

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