Trostpflaster für die frustrierten Alemannia-Fans

Von: hpl
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Aachen. Der Mann hat Mut. Man könnte auch sagen, er ist ein Paradebeispiel für den offenbar unerschütterlichen Durchhaltewillen der Alemannia-Fans. Tim Habicht, Aachener Autor und Journalist mit aktuellem Schaffensmittelpunkt in München, hat ein Buch über Alemannia Aachen geschrieben.

Wie er selbst sagt, über den „großartigsten Fußballverein der Welt“. Dass dies nur die Sichtweise eines durch und durch schwarz-gelb infizierten Anhängers sein kann, ist völlig klar. Aber Habicht steht genau dazu. Und das ist doch irgendwie toll und gleichzeitig ein Bekenntnis, das er auch in der 4. Liga mit vielen teilt.

Klar ist auch, dass das Buch keine Momentaufnahme ist, sondern den Blick auf die gesamte Vereinshistorie richtet. In der Tat zählt der Autor 111 Gründe auf – die tatsächlich im Gründungsjahr 1900 beginnen. Bevor der Leser erfährt, wie es zur Gründung der Alemannia kam, kann er ein Vorwort eines Ex-Spielers lesen, der wie nur wenige für alle Alemannia-Tugenden steht: Willi Landgraf.

Er gehörte zur wohl erfolgreichsten Mannschaft neben dem Vize-Meisterteam von 1969 und erinnert nicht nur an die tollen Uefa-Cup-Spiele, sondern auch an den Status als „kleines gallisches Dorf“, das niemand auf der Rechnung hatte. Fast beschwörerisch schreibt er auch von den Krisen, die gemeistert wurden, weil „wir immer zusammengehalten haben“. Ein Satz, der derzeit gut in der Kabine aufgehängt werden könnte.

Habicht bietet in seinen 111 Liebeserklärungen einen wunderbaren Rundumschlag über das, was Alemannia immer ausgemacht hat – und kontert so alle Gegenargumente gegen einen Kauf des Bandes angesichts der derzeitigen Talsohle aus. In der Zusammenschau gelingt es dem bekennenden Fan auch, einen Querschnitt durch die Vereinshistorie zu liefern. Er sagt bezeichnend: „Es fällt auf, dass die Alemannia so viel mehr ausmacht als Erfolg und Misserfolg. Es sind Dinge, die Alemannia immer ausmachen werden.“

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