Tristesse im Kurviertel: Sanierung der Parkplätze gefordert

Von: Matthias Hinrichs
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Ein Schandfleck im Herzen Burtscheids: Die knapp 50 Jahre alte Parkpalette an der Kleverstraße ist nicht nur den Anwohnern ein Dorn im Auge. Zwischen den Stellplätzen liegt Müll herum, die Betonwände sind verschmiert, die Beschilderungen sind verdreckt. Foto: Michael Jaspers
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Ein Schandfleck im Herzen Burtscheids: Die knapp 50 Jahre alte Parkpalette an der Kleverstraße ist nicht nur den Anwohnern ein Dorn im Auge. Zwischen den Stellplätzen liegt Müll herum, die Betonwände sind verschmiert, die Beschilderungen sind verdreckt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Vom Standort her lässt es nichts zu wünschen übrig. Sein Zustand aber könnte katastrophaler kaum sein. Hässlich und heruntergekommen, dreckig und düster, kurz: Denkbar deprimierend nicht nur für Anwohner gammelt ein reichlich in die Jahre gekommenes Parkhaus vor sich hin – keinen Steinwurf entfernt vom ansonsten durchaus pulsierenden Markt- und Einzelhandelszentrum.

Nein, vom berühmt-berüchtigten Betonklotz am Büchel soll diesmal nicht die Rede sein, vielmehr von der kaum weniger desolaten Situation rund um die Parkpalette an der Burtscheider Kleverstraße.

Zahlreichen Geschäftsleuten im Umfeld ist das marode, knapp 50 Jahre alte Bauwerk zwischen Kapellen- und Gregorstraße seit langem ein Dorn im Auge – alles andere als eine schöne Visitenkarte für Kurgäste und Bummler, die vor allem während des freitäglichen Wochenmarktes zudem um jeden Zentimeter fürs Blech kämpfen müssten. Unterdessen vermodern zwischen den Stellplätzen Berge von Laub, die grauen Betonwände sind verschmiert, überall liegt Müll herum, Fetzen von schmutzigen Plastiktüten „zieren“ auch Büsche und Sträucher ringsum.

„Überall liegen leere Flaschen, alles ist total versifft – es ist wirklich eine Katastrophe“, meint zum Beispiel Franz-Josef Hort, Inhaber eines Modeladens am Ende der Fußgängerzone. Etliche Male, berichtete unlängst eine AZ-Leserin, habe sie sich bei den städtischen Knöllchenjägern über die unsägliche Tristesse beschwert.

Die Ordnungskräfte hätten ihr zwar gelegentlich ihr Ohr geliehen, ansonsten aber nur Augen für die Parkbillets hinter den Windschutzscheiben gehabt. Also habe sie sich jetzt direkt an den Oberbürgermeister gewandt mit der Bitte, der weiteren Verwahrlosung des Parkhauses Einhalt zu gebieten.

Übrigens hatten auch die Politiker in der Bezirksvertretung Mitte – zuletzt im Frühjahr 2011 – bereits dringenden „Handlungsbedarf“ angemeldet. Und Wilfried Braunsdorf, Vorsitzender der Burtscheider Interessengemeinschaft (BIG), wettert ebenfalls nicht erst seit gestern über den „Schandfleck“ im Herzen des Kurviertels.

„Ich dränge seit langem darauf, dass man die Palette beseitigt und statt dessen einen neuen, größeren Parkplatz dort einrichtet“, sagt er. Auch der direkt benachbarte Bolzplatz könne problemlos als Stellfläche genutzt werden. „Gerade ältere Menschen haben oft Angst, das Parkhaus anzufahren, weil auf dem Bolzplatz praktisch nur noch gekifft und getrunken wird“, schimpft Braunsdorf, „gespielt wird dort sowieso so gut wie gar nicht mehr.“

Über erste „grobe Überlegungen“ zur Aufwertung der tristen Hinterhof-Atmosphäre sei man bei der Stadt indes nach wie vor nicht hinausgekommen, heißt es auf Nachfrage beim Presseamt. „Aber es ist klar, dass die Parkplätze dringend benötigt werden.“ Und – immerhin: „Wir sind dankbar für den Hinweis und werden uns darum kümmern, dass dort häufiger gesäubert wird.“

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